Weltwirtschaftsforum: Argentinischer Präsident beklagt „blutige Tragödie der Abtreibung“

Javier Milei
screenshot / YouTube / World Economic Forum

Der argentinische Präsident Javier Milei ist am Mittwoch beim Weltwirtschaftsforum in Davos aufgetreten, wo er vor den wichtigsten Politikern und Wirtschaftsführern der Welt eine Rede hielt, in der er den Sozialismus und die „blutige Tragödie der Abtreibung“ verurteilte.

Das Treffen in Davos ist ein bedeutendes Ereignis in der globalisierten Welt, insbesondere für den argentinischen Präsidenten, der sein Amt vor etwas mehr als einem Monat inmitten einer schweren Wirtschaftskrise angetreten hat, gegen die er weitreichende Maßnahmen ergriffen hat.

Vor dem Forum hielt Milei seine erste Rede auf internationaler Ebene, in der er davor warnte, dass der Westen „in Gefahr“ sei. Zudem sei „der Staat nicht die Lösung, sondern das Problem selbst“.

Seine Worte konzentrierten sich darauf, „die Werte des Westens“ gegen den Sozialismus zu verteidigen, der zu Armut führe.

Er verteidigte das „Modell der Freiheit“ und wetterte gegen „kollektivistische Experimente“. Als Beispiel nannte er Argentinien, wo die Bürger in den letzten 100 Jahren „systematisch“ zu verarmen begannen.

Der Präsident schlug die freie Marktwirtschaft vor als „das einzig mögliche System zur Beendigung der Armut in der Welt“ sowie als „das einzig moralisch wünschenswerte System, um dies zu erreichen“.

Dann verwies er auf die „inhärent ungerechte“ Idee der so genannten „sozialen Gerechtigkeit“ und erklärte, der Staat werde „durch Steuern finanziert“ – und die Steuern selbst „unter Zwang erhoben“. Dies bedeute: „Der Staat wird durch Zwang finanziert.“

In Bezug auf seine libertäre politische Philosophie betonte er „die Verteidigung von Leben, Freiheit und Eigentum“.

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Im Zusammenhang mit dem „Scheitern“ der von ihm genannten kollektivistischen Modelle kritisierte er die Agenda des Sozialismus und verwies auf dessen „vermeintliche soziale Konflikte“, die er für „schädlich für das Gemeinschaftsleben und das Wirtschaftswachstum“ hielt.

Zunächst verwies er auf „den lächerlichen und unnatürlichen Kampf zwischen Männern und Frauen“, den der Sozialismus im Gegensatz zum Libertarismus propagiert, der „bereits die Gleichheit zwischen den Geschlechtern herstellt“.

„Der Grundstein unseres Credos besagt, dass alle Menschen gleich geschaffen sind, dass wir alle die gleichen unveräußerlichen Rechte haben, die uns der Schöpfer verliehen hat, darunter Leben, Freiheit und Eigentum“, betonte er. „Das Einzige, was diese Agenda des radikalen Feminismus bewirkt hat, sind mehr staatliche Eingriffe, die den Wirtschaftsprozess behindern und Bürokraten beschäftigen, die nichts zur Gesellschaft beitragen, sei es in Form von Frauenministerien oder internationalen Organisationen, die sich der Förderung dieser Agenda verschrieben haben.“

„Ein weiterer Konflikt, den die Sozialisten aufwerfen, ist jener zwischen Mensch und Natur. Sie argumentieren, dass der Mensch dem Planeten Schaden zufügt und dass er um jeden Preis geschützt werden muss. Sie gehen sogar so weit, Mechanismen zur Bevölkerungskontrolle oder die blutige Tragödie der Abtreibung zu befürworten“, prangerte er an.

„Das Grausamste an der Umweltagenda ist, dass die reichen Länder, die durch die rechtmäßige Nutzung ihrer natürlichen Ressourcen reich geworden sind, nun versuchen, ihre Schuld zu sühnen, indem sie ärmere Länder bestrafen und sie daran hindern, ihre Wirtschaft für ein angebliches Verbrechen zu entwickeln, das sie nicht begangen haben“, fügte Milei hinzu.

Diese Ideen seien in der Gesellschaft fest verankert, und zwar „dank der Vereinnahmung der Medien, der Kultur, der Universitäten und ja, auch der internationalen Organisationen“.

Der Präsident von Argentinien schloss seine Rede mit dem Hinweis, dass es „glücklicherweise immer mehr von uns gibt, die es wagen, ihre Stimme zu erheben“.

„Wenn wir uns diesen Ideen nicht entgegenstellen, ist das einzig mögliche Schicksal, dass wir immer mehr Staat, mehr Regulierung, mehr Sozialismus, mehr Armut, weniger Freiheit und folglich einen schlechteren Lebensstandard haben werden“, prophezeite er.

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Übersetzt und redigiert aus dem Original von ACI Prensa, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.