Papst Leo begeht mit Vesper und feierlichem Te Deum den Jahresabschluss 2025

Papst Leo XIV.
Papst Leo XIV.
Vatican Media
Papst Leo XIV.
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Zum Jahresabschluss hat Papst Leo XIV. die Gläubigen aufgefordert, den „weisen, gütigen und barmherzigen Plan“ Gottes für die Geschichte wiederzuentdecken. Gleichzeitig warnte er während der Feier der Ersten Vesper zum Hochfest der Gottesmutter Maria vor „bewaffneten Strategien“ und Machtprojekten, die heute die Menschheit bedrohten. Im Anschluss an die Vesper sang der Pontifex mit den Gläubigen das Te Deum, wie es traditionell am Jahresende erfolgt.

In seiner Predigt betonte Papst Leo, das gerade zu Ende gegangene Heilige Jahr sei „ein großes Zeichen für eine neue, erneuerte und versöhnte Welt nach Gottes Plan“ gewesen. Er lud Rom und die Weltkirche ein, sich in den Dienst der Kleinsten und Schwächsten zu stellen.

„Die Welt“, so erklärte er, „wird von der Hoffnung so vieler einfacher Menschen angetrieben, die zwar unbekannt sind, aber nicht vor Gott, und die trotz allem an eine bessere Zukunft glauben, weil sie wissen, dass die Zukunft in den Händen dessen liegt, der die größte Hoffnung schenkt“.

Maria: Zentrum des Geheimnisses und der Hoffnung

Der Papst hob zunächst den liturgischen Reichtum des Marienfestes hervor, das am 1. Januar gefeiert wird – aber wie alle Sonntage und Hochfeste mit der Ersten Vesper am Vorabend beginnt –, und erinnerte daran, dass sich in Maria das Herzstück des christlichen Geheimnisses offenbare: „Das paradoxe Ereignis eines Gottes, der von einer Jungfrau geboren wird, oder, umgekehrt gesagt, der göttlichen Mutterschaft Mariens.“

Unter Berufung auf den Paulusbrief an die Galater erklärte Leo, dass Christus kam, „als die Zeit erfüllt war“. Dieser Ausdruck offenbare einen göttlichen Plan für die Geschichte: „Ein großer und geheimnisvoller Plan, aber mit einem klaren Mittelpunkt: die Erfüllung der Zeit.“

Dieser Plan werde nicht mit Gewalt durchgesetzt, sondern dem menschlichen Herzen angeboten, wie es bei der Jungfrau Maria der Fall war. Gott habe „sein Wort nicht aufgezwungen: Er hat es zuerst ihrem Herzen angeboten, und nachdem er ihr ‚Ja‘ erhalten hatte, hat er es mit unaussprechlicher Liebe in ihr Fleisch geschrieben.“

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Warnung vor falschen Machtplänen

In einem Abschnitt der Predigt stellte der Papst den Plan Gottes den Plänen gegenüber, die heute die internationale Bühne beherrschen. „Andere Pläne“, warnte er, „umgeben die Welt: Strategien zur Eroberung von Märkten, Territorien und Einflussbereichen, bewaffnet und getarnt mit heuchlerischen Reden, ideologischen Proklamationen und falschen religiösen Motiven“.

Demgegenüber wies er darauf hin, dass Maria „die Dinge mit den Augen Gottes sieht“ und verkündet, dass der Herr „die Pläne der Hochmütigen zunichte macht, die Mächtigen von ihren Thronen stürzt und die Demütigen erhöht“.

Rom und das Erbe des Heiligen Jahres

In Bezug auf die Stadt Rom erinnerte der Papst daran, dass ihre Berufung nicht auf ihre Macht oder ihre politische Geschichte zurückzuführen ist, sondern auf das Zeugnis der Märtyrer: „Nicht wegen ihres Ruhmes oder ihrer Macht, sondern weil hier Petrus, Paulus und so viele andere Märtyrer ihr Blut für Christus vergossen haben.“

Deshalb äußerte er einen konkreten Wunsch für die Hauptstadt Italiens: „Möge Rom seinen Kleinsten gerecht werden: den Kindern, den einsamen und gebrechlichen alten Menschen, den Familien, die es am schwersten haben, weiterzumachen, den Männern und Frauen, die von weit her kommen und auf ein würdiges Leben hoffen.“

Am Ende dankte Leo für das Heilige Jahr und für diejenigen, die sich für die Aufnahme von Millionen Pilgern eingesetzt hatten. „Möge diese Stadt, beseelt von christlicher Hoffnung, im Dienst des Liebesplans Gottes für die Menschheitsfamilie stehen“, schloss er und vertraute dieses Anliegen der Fürsprache der Jungfrau Maria unter dem Titel Salus Populi Romani an.

Übersetzt und redigiert aus dem Original von ACI Prensa, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.

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