Missio-Präsident Huber: „Der Frieden in der Welt wirkt zerbrechlicher denn je“

Msgr. Wolfgang Huber
Missio München

Msgr. Wolfgang Huber, der Präsident des in München beheimateten Hilfswerks Missio, hat anlässlich des Weltfriedenstags eingeräumt: „Der Frieden in der Welt wirkt zerbrechlicher denn je.“ Die Kirche begeht seit dem Pontifikat von Paul VI. jeweils zum Jahresbeginn der Weltfriedenstag.

„Der Krieg in der Ukraine dauert unvermindert an, und die Gewalt im Gazastreifen hat unermessliches Leid über die Zivilbevölkerung gebracht“, sagte Huber im Vorfeld des Weltfriedenstags. „Diese Konflikte prägen die weltpolitische Lage. Zugleich erreichen uns bei missio München immer wieder Hilferufe unserer Partnerinnen und Partner aus Regionen, in denen sich stille Katastrophen abspielen, die kaum Gehör finden.“

Besonders in Afrika sei die Situation an manchen Orten dramatisch, wie es hieß. Konkret erwähnte die Mitteilung des Hilfswerks den Südsudan, die Demokratische Republik Kongo, Äthiopien und Burkina Faso. Nicht ausdrücklich genannt wurde Nigeria, wo Christen in Teilen des Landes seit Jahren massiv verfolgt werden – bis hin zum Martyrium.

„Der Weltfriedenstag ruft uns in Erinnerung, dass Frieden weit mehr ist als die Abwesenheit von Krieg“, unterstrich Huber. „Er gründet auf Gerechtigkeit, auf der Achtung der Menschenwürde und auf Solidarität mit den Schwächsten.“

Das Evangelium sei „eine Friedensbotschaft, die uns dazu verpflichtet, nicht wegzuschauen und uns – im Gebet wie im Handeln – an die Seite der Leidenden zu stellen“.

Papst Leo XIV. hatte am Sonntagmittag beim Angelusgebet erklärt: „Seit dem 1. Januar 1968 feiern wir heute nach dem Willen des heiligen Papstes Paul VI. den Weltfriedenstag. In meiner Botschaft habe ich den Wunsch aufgegriffen, den mir der Herr bei meiner Berufung zu diesem Dienst eingegeben hat: ‚Der Friede sei mit euch allen!‘ Ein unbewaffneter und entwaffnender Friede, der von Gott kommt, ein Geschenk seiner bedingungslosen Liebe, das unserer Verantwortung anvertraut ist.“

„Liebe Freunde, beginnen wir heute, mit der Gnade Christi ein Jahr des Friedens zu schaffen, indem wir unsere Herzen entwaffnen und uns jeglicher Gewalt enthalten“, forderte Leo.

Der Pontifex sprach seine „Anerkennung für die unzähligen Initiativen aus, die zu diesem Anlass auf der ganzen Welt ins Leben gerufen worden sind. Insbesondere erinnere ich an den Friedensmarsch, der gestern Abend in Catania stattgefunden hat, und grüße die Teilnehmer des Friedensmarsches, der heute von der Gemeinschaft Sant’Egidio organisiert worden ist.“

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