Die Ehe umzudefinieren hat schwerwiegende Konsequenzen, warnt Australiens Ex-Premier

Tony Abbott
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Wenn Australiens Wahlberechtigte für eine Umdefinierung des Ehe-Begriffs stimmen, hat dies schwerwiegende Konsequenzen für die Gesellschaft, warnt Tony Abbott.

"Die Vorstellung, man könne einfach die Definition von Ehe ändern und das habe keinerlei Konsequenzen ist eine Form intellektuellen Betrugs". 

Der ehemalige Ministerpräsident Australiens sprach mit CNA am Rande einer Podiumsdiskussion über die derzeit laufende Volksabstimmung in seinem Land.

Die am 1. November in New York abgehaltene Veranstaltung wurde von ADF International organisiert, einer Menschenrechtsgruppe, die sich für Religionsfreiheit und die Heiligkeit von Leben, Ehe und Familie einsetzt.

In wenigen Tagen endet in Australien die per Briefwahl abgehaltene Abstimmung. Beobachter rechnen mit einem knappen Wahlausgang. 

Ministerpräsident Malcolm Turnbull hat angekündigt, dass das Parlament einer Änderung des Ehebegriffs zustimmt, wenn die Mehrheit der Wähler dafür ist. Dies würde einer Einführung einer "Homo-Ehe" entsprechen.

Abott ist ein prominenter Gegner der Änderung des Ehebegriffs. Er warnt vor den Konsequenzen eines solchen Schritts für die Ehe – die aus seiner Sicht die Grundlage der Gesellschaft ist.

Außerdem habe eine Umdefinierung auch negative Folgen für alle, die dagegen sind, warnte Abbott weiter, darunter Marginalisierung und Strafen. Es sei jetzt schon so, dass jedem der Rufmord und Ärger in den Sozialen Medien drohe, der öffentlich dafür einsteht, dass eine Ehe aus einem Mann und einer Frau bestehe. 

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"Menschen werden sich empören über die traditionelle Lehre und Anti-Diskriminierungsgesetze werden den Rest erledigen".

Es sei damit zu rechnen, so Abbott bei der Podiumsdiskussion, dass die Konsequenzen einer Einführung einer "Homo-Ehe" in Australien mit denen in anderen Ländern vergleichbar sein würden. 

Ein Beispiel dafür, dass dies jetzt schon geschehe, zeige der Fall von Erzbischof Julian Porteous von Hobart. Dem drohte eine Anklage wegen Verletzung von Anti-Diskriminierungsgesetzen wegen einer Broschüre, die das christliche Eheverständnis erklärt.

"Menschen ändern nicht durch Argumentation ihre Meinung; sie werden gemobbt, ihre Überzeugungen aufzugeben", warnte Abbott weiter gegenüber CNA.

Die Abstimmung sei entscheidend und von historischem Ausmaß, betonte der ehemalige Regierungschef.

Das volle Interview mit Michelle Bauman lesen Sie hier im englischen Original