Bischöfe gegen Legalisierung von Drogen: “Hauptursache für Gesundheitsprobleme"

Eine Festnahme in Brasilien
Foto: Archivbild / Agência Brasil (CC BY-SA 3.0br)

Drogen sind die "Hauptursache für Gesundheits- und Sicherheitsprobleme" in Brasilien, und deren Legalisierung verschlimmert diese Probleme nur: Davor warnen die Bischöfe Brasiliens.

Angesichts des Urteils des Bundesgerichtshofs zur Legalisierung des Drogenkonsums und Besitzes von Rauschmitteln veröffentlichte die Bischofskonferenz im Anschluss an die Sitzung vom 25. und 26. August eine Erklärung, in der sich die Mitglieder "gegen die Entkriminalisierung von Drogen aussprechen". Das berichtet "Fides".

Man halte es für wichtig, dass sich Brasiliens Gesellschaft dieses Problems bewusst sei, da "die chemische Abhängigkeit eines der größten Probleme der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit in Brasilien ist".

"Der Drogenmissbrauch beeinträchtigt ernsthaft die familiäre und soziale Struktur", so die Bischöfe, "Er gehört zu den Ursachen zahlreicher Krankheiten, körperlicher und geistiger Behinderungen und der Isolation vom gesellschaftlichen Leben. Sucht, von der insbesondere Jugendliche und junge Menschen betroffen sind, ist ein Faktor, der zu sozialer Gewalt führt. Drogenkonsum und Menschenhandel gelten als Hauptursache für Angriffe auf das Leben. Die Legalisierung des Drogenbesitzes mit dem Argument der Wahrung der Freiheit des Menschen, könnte das Problem der chemischen Abhängigkeit und der Sklaverei, die bereits heute alarmierende Zahlen erreicht haben, verschärfen."

Die Bischöfe schlagen als anspruchsvolleren und effektiveren Weg "die Intensivierung von Kampagnen zur Verhütung und Bekämpfung des Drogenkonsums vor, begleitet von öffentlichen Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Beschäftigung, Kultur, Sport und Freizeit für junge Leute und Familien". Man sei der Hoffnung, dass der Staat "wirksamer gegen den Drogenhandel vorgeht", so die Bischöfe.

Die Notiz schließt mit der Feststellung, dass mit der Legalisierung von Drogen die Nachfrage nach Therapie wegen Abhängigkeit erheblich zunehmen wird, und erinnert daran, dass "die katholische Kirche zusammen mit anderen religiöse und privaten Einrichtungen mit ihren therapeutische Zentren dazu beiträgt, Abhängigkeit zu überwinden und familiäre und soziale Bindungen wiederherzustellen; durch die Betreuung und Behandlung von Tausenden von Jugendlichen, jungen Menschen und Erwachsenen durch Spiritualität, Arbeit und Gemeinschaftsleben". So werde das Drogenproblem und die Kriminalität bekämpft, so die Bischöfe.

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