Bischöfe Lateinamerikas solidarisieren sich mit Chile nach Kirchen-Bränden

La Asunción in Flammen: Brennende Kirche in Santiago de Chile am 18. Oktober 2020.
Foto: Twitter / Cuerpo de Bomberos de Santiago.

Nach den jüngsten Angriffen auf Kirchen in Chile haben die Bischöfe von Paraguay, Brasilien, Spanien, Mexiko und Argentinien ihre Nähe und Unterstützung für die Kirche in Chile zum Ausdruck gebracht.

Am 18. Oktober wurden zwei Gotteshäuser in Santiago durch Brandstiftung zerstört. Aktivisten schlugen einen Tag später Fenster ein und beschmierten die Kirche St. Franziskus von Assisi in La Serena, bevor sie versuchten, diese ebenfalls niederzubrennen. 

Bischof Adalberto Martínez Flores von Villarrica del Espiritu Santo, Präsident der paraguayischen Bischofskonferenz, brachte die "Nähe und kirchliche Gemeinschaft" der Bischöfe zur Kirche in Chile zum Ausdruck.

"Die Bischöfe Paraguays bringen unsere Solidarität, Unterstützung und unser Gebet angesichts der aggressiven und gewalttätigen Beleidigungen zum Ausdruck, denen der Weinberg des Herrn in diesem Teil Chiles ausgesetzt war".

In ihrer Solidaritätsbotschaft betete die brasilianische Bischofskonferenz, dass der "Gott des Friedens weiterhin die Mitbrüder Bischöfe und alle anderen chilenischen Christen in der Mission der Zusammenarbeit stärken möge, damit der soziale Frieden wiederhergestellt werden kann".

Die Bischöfe der Region Patagonien-Comahue in Argentinien sandten einen Brief, in dem sie ihre Nähe zu den Bischöfen von Chile in "diesen Momenten der Trauer und des Leids" zum Ausdruck brachten.

"Wir vereinigen uns mit dem gläubigen Volk Gottes, das zweifellos unter jenen Gewalttaten leidet, die die Werte der Koexistenz, des Friedens und des Respekts zerstören, die mit so vielen Opfern gesucht und erreicht wurden und nun verletzt und in die Krise geführt werden", sagten die Bischöfe.

Die Anschläge in Chile wurden verübt, während Demonstranten im ganzen Land anläßlich des einjährigen Jahrestages großer regierungsfeindlicher Proteste erneut auf die Straßen gingen. Am kommenden 25. Oktober findet zudem eine Volksabstimmung über die Ausarbeitung einer neuen Verfassung statt. Diese soll die 1980 unter der blutigen Militärdiktatur von Augusto Pinochet in Kraft gesetzte Verfassung ersetzen.

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