"Die Kirche bleibt": Emotionaler Abschied vom weißrussischen Erzbischof Kondrusiewicz

Erzbischof Tadeusz Kondrusiewicz von Minsk-Mahiljou
Foto: Redaktor01 Remik Kubicki (CC BY 3.0)

Erzbischof Tadeusz Kondrusiewicz hat am Sonntag bei seiner Abschiedsmesse gesagt, dass die Kirche trotz des Führungswechsels eine Kraftquelle für die Katholiken in Weißrussland bleiben wird.

Der scheidende Erzbischof von Minsk-Mahiljou versprach bei der Messe am 24. Januar in der Kathedrale des Heiligen Namens Mariens in der Hauptstadt Minsk auch, dass er ein aktiver Bischof bleiben werde.

Papst Franziskus hatte Kondrusiewiczs Rücktritt am 3. Januar, seinem 75. Geburtstag, angenommen, kurz nachdem der Erzbischof nach einem viermonatigen erzwungenen Exil nach Weißrussland zurückkehren durfte.

"Einen Bischof zu wechseln, nachdem er das 75. Lebensjahr erreicht hat, ist eine normale Sache", sagte Kondrusiewicz laut Catholic.by, der Website der Katholiken in Weißrussland. "Ich gehe als regierender Bischof, aber als Bischof bleibe ich."

"Es ist wichtig, dass trotz des Wechsels der Bischöfe die Kirche bestehen bleibt, dass sie funktioniert und dass die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen werden."

Am selben Tag, an dem er den Rücktritt des Erzbischofs annahm, ernannte der Papst Bischof Kazimierz Wielikosielec zum apostolischen Administrator der Erzdiözese Minsk-Mahiljou.

Wielikosielec, ein 75-jähriges Mitglied des Dominikanerordens, ist der Weihbischof der Diözese Pinsk. Es wird erwartet, dass er die Erzdiözese leitet, bis der Papst einen dauerhaften Nachfolger für Kondrusiewicz ernennt.

Lokalen Medienberichten zufolge waren sowohl Kondrusiewicz als auch die Gemeinde während der Messe sichtlich bewegt, die offiziell den Schlussstrich unter Kondrusiewiczs Amtszeit in Minsk-Mahiljou zog, die 2007 begonnen hatte.

Der Erzbischof dankte den Anwesenden für ihre Unterstützung, nachdem ihm am 31. August nach einer Reise nach Polen die Wiedereinreise nach Weißrussland verweigert worden war.

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