Dieses Porträt einer bald seligen Frau wird aus 30.000 Rosenkränzen gemacht

Rosenkränze für das Portrait zu ihrer Seligsprechung
Foto: Macarena Ruiz

Der Künstler Delfin Roque Ruiz, besser bekannt als "Koki Ruiz", wird aus Tausenden von Rosenkränzen das Porträt für die Seligsprechung der ehrwürdigen Maria Felicia vom sakramentalen Jesus, "Chiquitunga" genannt, herstellen.

Die unbeschuhte Karmelitin wird am 23. Juni vom Präfekten der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, Kardinal Angelo Amato, im Stadion Club Cerro Porteño seliggesprochen.

An dem Bild, das an jenem Tag enthüllt werden wird, arbeitet der Künstler, seine Familie und circa 20 Mitarbeiter intensiv seit etwa einem Monat in der Stadt San Ignacio Guazú im Verwaltungsbezirk Misiones, die rund 225 km von der Hauptstadt Asunción entfernt ist.

Dort begutachten sie die mehr als 30.000 Rosenkranz aus Israel, Italien, Spanien, Argentinien und anderen Ländern und klassifizieren sie nach Farbe, Größe und Form. Auch nehmen sie Karten mit schönen Gebeten, Zeugnissen und Lebensgeschichten entgegen, die die Menschen zusammen mit den gebeteten Rosenkränzen für die die Seligsprechung von Chiquitunga schicken.

Das ganze Material wird für ein Porträt genutzt, das 9 Meter hoch und 7 Meter breit sein wird und von einer Altarkonstruktion eingerahmt wird, die insgesamt 14 Meter Höhe erreicht und noch erweitert werden kann, um alle Spenden aufzunehmen.

Dieses Abenteuer des Portraits der ersten seligen Frau Paraguays begann im Jahr 2015, als Papst Franziskus das Land besuchte.

Koki Ruiz war beauftragt worden, den Altar auszuschmücken, an dem der Papst in Asuncion die Heilige Messe feiern würde. Der Altarbereich war 40 Meter breit, 17 Meter hoch und mit Tausenden von Ähren, Kürbissen und Kokosnüsse verkleidet.

22.000 Gläubige schickten Kokosnüsse zur Werkstatt von Koki Ruiz, auf denen geschrieben stand, dass sie für die baldige Seligsprechung von Chiquitunga beten würden. "In dieser Zeit lernte ich ihre Geschichte kennen und damals nahm dieser Wunsch seinen Anfang", sagte Koki Ruiz zu CNA.

"Ich habe sehr schöne Briefe gelesen. Nicht nur Bitten; die Gläubigen rufen sie als Schutzheilige an und erflehen ihre Fürsprache, um geheilt zu werden. Andere schreiben über ihr Leben, danken für ihre tägliche Begleitung, dafür, dass sie so fürsorglich ist; sie sprechen von wunderbaren Dingen und alltäglichen Dingen; sie empfinden sie als Heilige, als eine Selige dieser Zeit, die auch mit ihnen diese Zeit lebt."

"Ich habe auch viele Heilige Messen mitgefeiert, bei denen Rosenkränze gesammelt wurden. Sie erzählten mir von ihren Erfahrungen und Empfindungen. Mir hat das den Glauben meiner ersten heiligen Kommunion wiedergegeben, dieses Gefühl, das mir meine Mutter vermittelt hatte".

Der Künstler aus Paraguay ist dafür bekannt, wunderschöne Altarbilder für die Karwoche in Tañarandy anzufertigen. Zu CNA sagte er, das Bild von Maria Felicia vom sakramentalen Jesus werde durch seine Fröhlichkeit und Spiritualität hervorstechen.

"Ihre Geschichte ist eine Geschichte von Liebe und Hingabe an Gott. Sie trat in den Karmel ein und hat jeden Nagel ihres Kreuzes Gott aufgeopfert. Ihr kontemplatives Leben ist wie der Vorgeschmack ihrer Erlösung. Es ist sehr schön, diese Aspekte zu vermitteln. Ihr Leben bewegt uns sehr", erklärte er.

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