Frankreich führt "Tag des Gedenkens an den armenischen Völkermord" ein

Legendäres Motiv des christlichen Armenien: Das Kloster Chor Virap vor der Kulisse des Berges Ararat am 21. Juni 2016.
Foto: CNA/Andrea Gagliarducci
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Am 24. April wird in Frankreich zum ersten Mal der "Tag des Gedenkens an den armenischen Völkermord" gefeiert. Dies wurde vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron angekündigt, meldet "Fides".

Macron betonte, dass Frankreich "der Geschichte ins Gesicht schauen will" und damit eines der ersten Länder gewesen sei, das "das Massaker des armenischen Volkes anprangerte" und bereits 1915 den Völkermord als das bezeichnete, was er war und schließlich "den armenischen Völkermord 2001 offiziell anerkannte".

Wie der Fernsehsender "France24" berichtet, äußerte sich Präsident Macron während eines vom Koordinationsrats der armenischen Organisationen in Frankreich veranstalteten Termins und machte somit ein Versprechen wahr, das er der armenischen Gemeinschaft im Wahlkampf 2017 gegeben hatte.

Bis heute erkennen 29 Nationen die systematischen Massaker und Zwangsdeportationen, die die Armenier - aber auch Assyrische Christen und Pontusgriechen - im Osmanischen Reich seit 1915 erlitten haben als einen Genozid an. Der Begriff wird von türkischen Behörden scharf abgelehnt. Neben Frankreich gehören dazu auch Brasilien, Kanada, Italien und Russland sowie viele Einzelstaaten der USA.

Papst Franziskus hat den Begriff wiederholt verwendet und den Völkermord als Lektion für die gesamte Menschheit bei seinem Besuch Armeniens im Juni 2016 bezeichnet, wie CNA Deutsch berichtete.

Auch der deutsche Bundestag hat den Völkermord anerkannt, was wieder zu Protesten und Kritik von türkischer Seite geführt hatte.

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