Gegen Verwüstung von Mensch und Natur: Franziskus trifft Amazonas-Bewohner

Papst Franziskus am Institut "Jorge Basadre" in Peru am 19. Januar 2018.
Foto: Agentur Andina

Der Amazonas: Das ist nicht nur eine Chiffre für Anliegen und Träumereien. Er ist ein echter Ort der Verwüstung von Natur und Mensch, betonte Papst Franziskus gestern bei seinem Besuch in Puerto Maldonaldo.

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Mit traditionellen Tänzen wurde der Pontifex im Apostolischen Vikariat begrüßt, in dem keine 350.000 Menschen leben, auf einer Fläche von 149.552 Quadratkilometern.

Das Zeugnis von Katecheten wie Margarita Martínez Núñez Valer, die mit ihrem Mann Arthur den christlichen Glauben unterrichtet, bewegte den Papst ebenso wie der persönliche Kontakt mit indigenen Gläubigen. 

Die Ureinwohner des Amazonas seien "lebendige Erinnerung an die Sendung, die Gott uns allen anvertraut hat: das 'gemeinsame Haus' zu bewahren", so Franziskus mit Verweis auf seine Umwelt-Enzyklika Laudato Si – von der er gestern auch kostenlose Exemplare verteilen ließ. 

Warnung vor falschem Umweltschutz

Die Verwüstung an Natur und Mensch in der Amazonasregion war Schwerpunkt seiner Rede: Auch der Mensch laufe Gefahr, einer falschen Form von "Umweltschutz" zum Opfer zu fallen, die eine Natur ohne den Menschen im Sinn habe, warnte der Pontifex.

Die Natur ist – wie das Gold, dass man hier schürft – kein Götze, und darf nicht vergöttert werden. Dies führe zu Armut und Migration, betonte Franziskus.

Ein besonders drastisches Beispiel dafür, wie Umweltzerstörung mit der Zerstörung am Menschen einhergehen kann, ist die sexuelle Ausbeutung von Frauen im Amazonas-Gebiet, warnte der Papst.

Frauen würden oftmals "abgewertet, verachtet und endloser Gewalt ausgesetzt", so Franziskus.

Tatsächlich ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Perus das Gebiet "Madre de Dios" mit 205 gemeldeten Opfern von Menschenhandel die am schlimmsten betroffene Region des Landes.

Schließlich vertraute sich Papst Franziskus der Muttergottes an und bat die Gläubigen um ihr Gebet.

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