Großbritannien: Einführung von Altersbeschränkung von Pornographie verschoben

Laptop (Referenzbild)
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Die geplante Einführung einer Altersbeschränkung für pornographische Webseiten, die am 22. Juli für Großbritannien in Kraft treten sollte, ist um weitere sechs Monate verschoben worden.

Dies ist die dritte Verzögerung der Einführung des Verfahrens, dass eine Altersbeschränkung auf volljährige Nutzer des Internets sicherstellen soll.

"Es tut mir sehr leid, dass es zu einer Verzögerung gekommen ist", sagte die britische Digitalministerin Margot James gegenüber der BBC. "Es tut mir schrecklich leid, dass es in einem so wichtigen Bereich passiert ist".

Der damalige Digitalminister Matt Hancock unterzeichnete im Jahr 2017 den Startschuss für den Digital Economy Act. Das Gesetz soll Minderjährige vor dem freien Zugriff auf Pornographie schützen.

Um Online-Pornografie zu sehen, müssten Internetnutzer ihr Alter bestätigen, indem sie Informationen aus einem Führerschein, einer Kreditkarte oder einem Reisepass eingeben. Wenn Benutzer ihre persönlichen Daten nicht eingeben möchten, können sie einen speziellen Personalausweis kaufen, der in Tausenden von Einzelhandelsgeschäften im ganzen Land für weniger als 10 Pfund erhältlich ist.

Der British Board of Film Classification (BBFC) würde die Alterskontrollen überwachen. Websites, die gegen die Altersüberprüfungsregeln verstoßen, können mit einer Geldstrafe von rund 300.000 Euro belegt oder von den Internet Service Providern des Landes blockiert werden.

Matt Fradd, Autor von "The Porn Myth" und Gründer der neuen 21-tägigen Porno-"Entgiftung" STRIVE, sprach sich für eine stärkere Einschränkung der Pornografie aus.

"Wenn es etwas so Einfaches wie die Altersbestimmung ist, bin ich dafür", sagte er gegenüber CNA. "Es klingt einfach so, als würden wir die gleiche Sache von Leuten online erwarten, die wir bereits offline von ihnen erwarten."

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