Hochwasser überschwemmt Markusdom: Flutschäden in Venedig

Ein Tourist watet durch das Hochwasser auf dem Markusplatz am 29. Oktober 2018 in Venedig
Foto: Stefano Mazolla/Awakening/Getty Images
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Die schweren Stürme und Regenfälle in Italien haben auch Venedig nicht verschont: Im Markusdom hat ein Hochwasser von fast einem Meter Höhe sogar einen Teil des 1.000 Jahre alten Marmormosaikbodens im Inneren geflutet und nachhaltig beschädigt.

Die Basilika "ist an einem Tag 20 Jahre gealtert", sagte der Prokurator der Basilika, Carlo Alberto Tesserin.

16 Stunden lang seien weite Teile des aufwendig gestalteten Bodens der Madonna Nikopeia-Kapelle unter Wasser gestanden, so Tesserin.

Die Kapelle, die sich im linken Querhaus des Doms befindet, enthält eine byzantinische Marienikone aus dem 9. Jahrhundert. Das Taufbecken und die Zen-Kapelle – benannt nach dem 1501 verstorbenen Kardinal Giambattista Zen –wurden vollständig überschwemmt. Auch die bronzenen Türen und Säulen der Basilika wurden beschädigt.

In der 926-jährigen Geschichte der Markuskirche gab es nur fünf Überschwemmungen diesen Ausmaßes. Die Hochwassermarke in Venedig erreichte am Montag knapp zwei Meter mit einer Acqua alta – eine Flut, die 75 Prozent der Stadt überschwemmt.

Stürme in Italien diese Woche mindestens 11 Menschenleben gekostet – ausgerissene Bäume fielen auf Autos und Fußgänger. In der Region Ligurien im Nordwesten Italiens kam es zu Erdrutschen.

Die italienische Katastrophenschutzbehörde teilte mit, dass die Regionen Ligurien, Venetien, Trentino und Friaul-Julisch Venetien am stärksten von den starken Regenfällen und Winden betroffen seien.

Die Museen in Venedig wurden am gestrigen Mittwoch wiedereröffnet, als das Hochwasser nachließ.

Übersetzt aus dem Englischen.

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