Papst Franziskus führt Bibelsonntag ein: Katholiken sollen die Heilige Schrift kennen

"Die Bibel ist keine Sammlung von Geschichtsbüchern oder einer Chronik, sondern zielt ganz auf die ganzheitliche Erlösung der Person ab."

Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 25. September 2019
Foto: Daniel Ibanez / CNA Deutsch
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Katholiken sollen die Heilige Schrift lesen, betrachten und kennen: Deshalb hat Papst Franziskus einen "Bibelsonntag" eingeführt. Immer am dritten Sonntag im Jahreskreis soll in Zukunft ein Schwerpunkt auf das Wort Gottes gelegt werden, wie es im Alten und Neuen Testament der Christen zu lesen ist.

Das hat der Pontifex am heutigen Montag mit einem Motu Proprio eingeführt, das den Namen Aperuit Illis trägt.  

"Ein Tag, der der Bibel gewidmet ist, sollte nicht als ein jährliches Ereignis, sondern als ein ganzjähriges Ereignis betrachtet werden, denn wir müssen dringend in unserem Wissen und unserer Liebe zur Schrift und zum auferstandenen Herrn wachsen", schreibt der Papst in einem Apostolischen Schreiben am 30. September.

"Aus diesem Grund müssen wir eine engere Beziehung zur Heiligen Schrift entwickeln; sonst bleiben unsere Herzen kalt und unsere Augen geschlossen, so wie wir von so vielen Formen der Blindheit getroffen werden."

Der Pontifex weiter: "Die Bibel ist keine Sammlung von Geschichtsbüchern oder einer Chronik, sondern zielt ganz auf die ganzheitliche Erlösung der Person ab."

Papst Franziskus führte den besonderen Tag zur Feier des Wortes Gottes in der Kirche am 30. September 2019 ein, dem 1.600. Todestag des heiligen Hieronymus.

Die Bibel sei nicht nur das Erbe einiger weniger, geschweige denn eine Sammlung von Büchern zugunsten einiger Privilegierter, erinnerte der Papst die Gläubigen.

Die Bibel vereine vielmehr die Gläubigen und mache sie zu einem Volk.

Neben der Überliegerung - der lebendigen Tradition - und dem Magisterium ist die Bibel eine der drei Quellen der Offenbarung Gottes. 

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