Katholische Hochschule ITI in Österreich mit „Capax Dei Award“ ausgezeichnet

Christiaan Alting von Geusau, Liana Marabini, Kardinal Christoph Schönborn OP
Foto: Joanna Łukaszuk-Ritter

Der Großkanzler der Katholischen Hochschule ITI, der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn OP, hat am 3. Dezember 2022 den vom Internationalen Katholischen Filmfestival „Mirabile Dictu“ gestifteten Sonderpreis für Evangelisierung, den „Capax Dei Award“, entgegengenommen.

Jedes Jahr vergibt die Präsidentin von „Mirabile Dictu“, Liana Marabini, zusätzlich zu den Gewinner-Preisen des Filmfestivals diesen Spezialpreis für Evangelisierung, der einer Institution oder einer Person gewidmet wird, die durch entsprechende Haltungen, Taten und Worte die Welt verbessert und die Botschaft des Evangeliums lebt, bezeugt und verbreitet. In diesem Jahr wurde für diese Auszeichnung die katholische Bildungsinstitution ausgewählt.

„Die Katholischen Hochschule ITI ist eine Schule, eine Universität, die von einem Heiligen (Johannes Paul II.) geschaffen und von einem Heiligen gewollt ist“, erklärte Liana Marabini ihre Entscheidung, die Trumauer Katholische Hochschule mit dem „Capax Dei Award“ der 13. Ausgabe des Internationalen Katholischen Filmfestivals „Mirabile Dictu“ zu ehren.

Die Katholische Hochschule ITI in Trumau (Erzdiözese Wien) wurde auf Anregung von Papst Johannes Paul II. 1996 als „Internationales Theologisches Institut für Studien zu Ehe und Familie“ in der Kartause Maria Thron in Gaming (Diözese St. Pölten) errichtet. 2009 übersiedelte das Institut in das Schloss Trumau und änderte seinen Namen zu „Internationales Theologisches Institut – Hochschule für Katholische Theologie“ und 2021 zu „Katholische Hochschule ITI“.

Die Gründungsgedanken von Johannes Paul II. werden hier weitergeführt. Dem Thema Ehe und Familie wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet, da „eine solide theologische Ausbildung katholischer Leiter, Laien und Geistlicher erforderlich ist, um ein kritisches Urteil über unsere Kultur und die Fähigkeit zu erlangen, zur Neuevangelisierung beizutragen, die besonders im Bereich von Ehe und Familie notwendig ist“, betonte der Rektor, Dr. Christiaan Alting von Geusau. Der internationale Charakter der Schule mit Studenten aus ganz Europa sowie Amerika und anderen Teilen der Welt wird nach der Vision des Papstes aus Polen als Brückenfunktion zwischen Ost und West gesehen. Johannes Paul II. betonte mehrmals, dass die Kirche „mit ihren beiden Lungen atmen muss“.

Kardinal Schönborn, der von Anfang an von Johannes Paul II. an die Spitze des Instituts als Großkanzler bestellt wurde, sagte in seiner Dankesrede: „Diese Auszeichnung ist für die Universität ITI nicht nur eine Ehre, sondern eine Herausforderung. Der Herr möchte eindeutig, dass diese Institution existiert. Als Großkanzler war ich manchmal entmutigt und sagte: ‚Herr, das kann nicht funktionieren.‘ Aber Er antwortete mir, wie Er zu den Aposteln sprach: ‚Mensch der Kleingläubigen!‘ Und Er hat viele Male gezeigt, dass er diese von St. Johannes Paul II. gegründete Institution will.“ Als Dank an Liana Marabini fügte er hinzu hinzu: „Es ist sehr berührend, dass diese Auszeichnung an das ITI geht. Dies ist eine große Ermutigung, aber auch ein Zeichen dafür, dass wir an der Botschaft dieses Instituts festhalten und die Inspiration anerkennen müssen, die uns sein heiliger Gründer sendet.“

Das Internationale Katholische Filmfestival „Mirabile Dictu“, konzipiert und gestaltet von der italienischen Journalistin, Regisseurin und Filmproduzentin Liana Marabini, wurde von ihr „aus Liebe zur Kirche“ 2010 unter der Schirmherrschaft des Päpstlichen Rates für Kultur (seit Juni 2022 Dikasterium für Kultur und Bildung) ins Leben gerufen. Die klaren Ziele des katholischen Festivals, das mittlerweile zu einer der weltweit renommiertesten Veranstaltungen seiner Art geworden ist, sind die Förderung und Vermittlung moralischer Werte und positiver Modelle. „Mirabile Dictu“ sieht sich auch als wichtige Plattform für internationale Filmproduzenten, Regisseure und Künstler, die in ihren Werken inspirierende religiöse Fragen transportieren möchten und dadurch einen wesentlichen Beitrag zur Evangelisierung leisten. Die Gewinner des Festivals werden mit einer silbernen Skulptur in Fischform geehrt, die an das erste Symbol des Christentums erinnert. Diesen „Pesce d’Argento“ erhielt auch der Großkanzler der Katholischen Universität ITI in Trumau.