Erzbistum Paderborn: Libori-Fest feierlich eröffnet

Der Paderborner Dom.
Foto: Wikimedia / CC BY 2.0 de

Mit einer feierlichen Pontifikalvesper wurden die Reliquien des heiligen Liborius in Paderborn von Erzbischof Hans Josef Becker erhoben. Unter dem Leitwort "Et in terra pax" findet vom 25. Juli bis zum 2. August im Erzbistum Paderborn das alljährliche Libori-Fest statt.

"Libori 2020 ist ganz anders als sonst", sagte Erzbischof Becker in seiner Ansprache. "Dennoch feiern wir das Hochfest unseres Diözesanpatrons bewusst in der Tradition unserer Bistumsgeschichte." Wegen der Corona-Pandemie konnten nur rund 130 Gläubige die Erhebung der Reliquien des Schutzpatrons von Erzbistum, Dom und Stadt Paderborn in der Kathedralkirche unmittelbar mitfeiern, weitere verfolgten die Zeremonie in den Paderborner Innenstadtkirchen und im Live-Stream.

Der traditionelle Libori-Tusch erklang, während der Schrein erhoben und dann zum Altarraum getragen wurde. Der Tusch wurde von den Bläsern des Bahnsozialwerk Blasorchesters vorgetragen und stammt aus dem Oratorium "Paulus" von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Bis zur Rückführung des Schreins werden die Reliquien des heiligen Liborius im Hochchor zur Verehrung durch die Gläubigen bleiben.

In seiner Einführung sprach Erzbischof Becker die besonderen Bedingungen in Zeiten der Corona-Krise an:

"Die Erfahrungen der letzten fünf Monate haben uns erkennen lassen, wie sehr wir gefährdet sind. Wir stehen an einer Schwelle, wo unser Steigerungswahn des Immer-höher, -tiefer, -mehr, -weiter und -schneller eine Schallgrenze erreicht hat. Gegen den Unendlichkeits- und Perfektionswahn leuchtet das Leitwort des Libori-Festes 2020 'Et in terra pax – Friede auf Erden'."

Mit einer Video-Botschaft grüßte auch Bischof Yves Le Saux aus dem Paderborner Partnerbistum Le Mans in Frankreich die Gottesdienstgemeinde. Er betonte als Nachfolger des heiligen Liborius auf dem Bischofsstuhl der Diözese Le Mans den bestehenden "Liebesbund ewiger Bruderschaft" zwischen dem Erzbistum Paderborn und dem Bistum Le Mans. "Dieser wichtige Bund ist in unseren Herzen so tragend und bringt unsere kirchliche Verbundenheit zum Ausdruck. Er übersteigt Zeit und Geschichte", so Bischof Le Saux.

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