Papst Franziskus: Der Teufel deckt Sünden der Bischöfe auf, um zu schockieren

Papst Franziskus
Foto: Vatican Media
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In der Kapelle seiner Residenz hat Papst Franziskus heute gepredigt, dass der Teufel als "Großer Ankläger" die Sünden der Bischöfe aufdecken wolle, um "das Volk zu schockieren". 

Der Pontifex sprach über drei Dinge, die einen Bischof ausmachten: einmal das Gebet, dann "die Bescheidenheit zu wissen, dass man von Gott auserwählt wurde", und schließlich, sich dem Volk Gottes nahe zu fühlen.

Wörtlich sagte der Papst - in der Übersetzung der "Vatican News" - es tue gut, daran zu erinnern: 

"Gerade in diesen Zeiten, in den der 'Große Ankläger' sich losgerissen hat und gegen Bischöfe wirkt. Es ist nun einmal so, dass auch wir Bischöfe auch Sünder sind. Der 'Große Ankläger' will die Sünden aufdecken, damit sie jeder sehen kann, aber vor allem um das Volk zu schockieren."

Der "Große Ankläger", so Franziskus weiter, sage ja im ersten Kapitel im Buch Hiob, dass er "in der Welt umherirrt, um zu schauen, wie er anklagen kann".

Die Kraft des Bischofs gegen den Teufel ist das Gebet, predigte der Papst, "und jenes von Jesus für den Bischof".

"Es ist die Bescheidenheit, sich auserwählt zu fühlen und die Nähe zum Volk Gottes, ohne dass man ein aristokratisches Leben anstrebt, die die Kraft des Bischofs ebenfalls ausmacht. Beten wir heute für unsere Bischöfe, für mich und für alle hier anwesenden Bischöfe und auf der ganzen Welt."

Hunderte Bischöfe seien derzeit in Rom, sagte Franziskus in der Casa Santa Marta. Und alle müssten vor allem daran denken, zu beten. Das Gebet sei der größte Trost, "wenn ein Bischof einen schlechten Augenblick erlebt". 

"Wir sind für das Gebet und die Verkündung des Wortes Gottes zuständig", habe Petrus bereits gesagt, so Franziskus, und nicht: "Wir sind für das Zusammenstellen von Pastoralplänen verantwortlich". 

Der Pontifex nahm das Tagesevangelium zum Ausgangspunkt seiner Äußerungen: Der Evangelist Lukas berichte (in Lk 6, 12-19), wie Jesus im Gebet die Nacht über wach blieb - und seine 12 Jünger auserwählt habe, welche "die ersten Bischöfe" gewesen seien.

Auch heute noch sei es so, dass Jesus die Bischöfe auswähle, wie er es damals mit den ersten zwölf getan habe, so der Papst laut "Vatican News" bei der Frühmesse. Der Bischof, der Jesus liebe, "soll kein Karrierist sein, der seine priesterliche Berufung nur als Funktion betrachtet", sagte Franziskus. 

"Der Bischof muss sich auserwählt fühlen. Denn er wurde auch ausgewählt. Aber das soll ihn dazu führen, mit dem Herrn im Gespräch zu sein und ihm zu sagen: 'Du hast mich ausgesucht, obwohl ich klein und ein Sünder bin…' Das ist Bescheidenheit. Wer sich auserwählt fühlt, der spürt den Anblick Jesu auf das eigene Sein und wird alles für den Herrn geben."

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