Papst Franziskus: "Die Welt braucht Schönheit wie nie zuvor"

Papst Franziskus
Foto: CNA / Petrik Bohumil

Die Welt braucht Schönheit mehr denn je. Das hat Papst Franziskus am Donnerstag bei einem Treffen mit der französischen katholischen Gruppe Diaconie de la beauté (Diakonie der Schönheit) betont, die sich der Unterstützung von Künstlern und der Würdigung sakraler Kunst, Architektur, Poesie und Musik verschrieben hat. 

"Schönheit kann in jedem Menschen das Universelle berühren - vor allem den Durst nach Gott – und dabei die Grenzen von Sprache und Kultur überschreiten", so der Heilige Vater.

Ein echter Künstler sei in der Lage, besser als jeder andere von Gott zu sprechen und die Menschen Gottes Schönheit und Güte wahrnehmen zu lassen, fuhr Papst Franziskus fort. Den anwesenden Künstlern sagte er:

"In der schwierigen Situation, in der sich die Welt derzeit befindet und in der Traurigkeit und Not manchmal die Oberhand zu haben scheinen, ist Ihre Mission notwendiger denn je, denn Schönheit ist immer eine Quelle der Freude und bringt uns in Kontakt mit der göttlichen Güte."

Der Papst traf die Gruppe im Klementinensaal des Apostolischen Palastes. Diaconie de la beauté begeht in diesem Jahr den 10. Jahrestag ihrer Gründung. Die Organisation veranstaltet "Festivals der Schönheit" in ganz Frankreich. Dabei organisieren sie Theateraufführungen, Konzerte, Kunstausstellungen und Messen für Künstler.

"Wenn es Schönheit gibt, dann deshalb, weil Gott gut ist und sie uns schenkt", betonte der Pontifex. "Die Berührung mit der Schönheit erhebt uns, immer, die Schönheit lässt uns über sie hinausschauen. Indem sie den Glauben inspiriert und stärkt, ist sie ein Weg zum Herrn".

Franziskus hat die Delegation auch dazu eingeladen, den Brief von Papst Johannes Paul II. an die Künstler aufmerksam zu lesen. "Um die ihr von Christus anvertraute Botschaft zu vermitteln, braucht die Kirche die Kunst", zitiert Papst Franziskus den Brief. Er erinnerte auch daran, dass die künstlerische Arbeit in gewissem Sinne die Schönheit der Schöpfung vervollständige und dem Menschen die göttliche Liebe "noch deutlicher" offenbaren könne. Franziskus wörtlich:

"Die Heilige Schrift spricht zu uns viel über die Schönheit des Universums und alles, was es enthält, und verweist in Analogie auf die des Schöpfers. Sie erinnern uns auch daran, dass jeder von uns von Natur aus dazu berufen ist, ein Handwerker und ein Hüter dieser Schönheit zu sein."

Courtney Mares (CNA) trug zur Berichterstattung bei.

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