Papst Franziskus: Familie ist ein kostbarer Schatz, der bei Tisch das Handy weglegen soll

Papst Franziskus begrüßt Familien der Mitarbeiter des Vatikans am 21. Dezember 2017
Foto: Vatican Media

"Die Familie ist ein kostbarer Schatz: sie muss immer unterstützt und geschützt werden!" Aber Familien müssen auch miteinander kommunizieren – und dazu ihre Handies beiseite legen

Das hat Papst Franziskus am heutigen Sonntag gesagt.

Am Fest der Heiligen Familie von Nazareth widmete der Pontifex seine Ansprache zum Angelus dem Gedanken, was Jesus, Maria und Josef den Familien heute zu sagen haben.

Erstens gehe es vor allem um Gehorsam gegenüber Gott: Jesus, Maria und Josef hätten sich "vollkommen in den Willen Gottes gefügt", betonte der Papst am 29. Dezember.

"Möge die Heilige Familie unseren Familien ein Vorbild sein und ihnen zeigen, wie sich Eltern und Kinder gegenseitig in ihrem 'Ja' zum Evangelium unterstützen können, das das Fundament der Heiligkeit der Familie ist."

So habe Josef dem Willen Gottes gehorcht, seine Familie beschützt und vor der Verfolgung gerettet. Auch heute würden Familien verfolgt und in die Flucht gezwungen, erinnerte der Papst seine Zuhörer.

Maria habe mit großer Selbstverständlichkeit "das Wirken des Heiligen Geistes" angenommen. Sie habe auf das Wort Gottes gehört – und dafür habe sie auch ihr Sohn gepriesen, sagte Franziskus. Jesus wiederum sei, so der Papst, "der Wille des Vaters".

"Die drei Mitglieder dieser einzigartigen Familie helfen einander, den Plan Gottes zu entdecken und umzusetzen. Sie beteten, arbeiteten, und sprachen miteinander". 

In der Heiligen Familie, fuhr Franziskus fort, sei das Vorbild zu finden, das Familien zeigt, dass sie miteinander heute kommunizieren müssen: Nicht auf das Handy zu starren, wenn man gemeinsam bei Tisch sitzt, sondern miteinander zu reden, "wie diese jungen Leute am Tisch, jeder mit seinem Handy, die chatten".

"Wir müssen die Kommunikation in der Familie wieder aufnehmen: die Väter, die Eltern mit ihren Kindern, mit den Großeltern, die Geschwister untereinander", so der Papst.

Zum Abschluss betete der Papst um die Fürsprache der Muttergottes: 

"Vertrauen wir Maria, der 'Königin der Familie', alle Familien der Welt an, besonders jene, die Leid oder Unruhe erfahren, und bitten wir sie um ihren mütterlichen Schutz", sagte Papst Franziskus.

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