Papst Franziskus schafft neuen Pfad der Seligsprechung

Papst Franziskus spricht zu Paralympics-Teilnehmern in der Audienzhalle am 4. Oktober 2014.
Foto: CNA / Daniel Ibanez
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Sich und sein Leben Gott und seinem Nächsten hinzugeben, selbst wenn es nicht als Martyrium zu definieren ist, ist eine neue Kategorie christlichen Lebens, die Seligsprechungsverfahren ermöglicht: Das hat Papst Franziskus entschieden. 

Die Veränderungen werden in einem Motu Proprio beschrieben, mit dem der Pontifex die neue Kategorie einführt.

Unter dem Titel "Maiorem hac dilectionem" führt der Text die neue Kategorie ein. 

Bislang gab es bereits drei Wege zur Seligsprechung: Martyrium, ein Leben heroischer Tugend, und die sehr seltenen "außergewöhnlichen Fälle".

Franziskus hat nun entschieden, neben dem Begriff des Martyriums einen weiter gefassten einzuführen. Statt der Hingabe bis zum Tod durch Verfolgung, gibt es nun Selbsthingabe bis zum Tod ohne Verfolgung.

Vom heroischen Tugendgrad unterscheidet sich der neue Weg, dass er über kurze Zeit das Leben der Person bestimmt haben kann, und vom Martyrium, dass es keine Verfolgung gab. 

Zu den Kriterien dieses neuen Verfahrensweges gehört nach wie vor, dass ein Wunder anerkannt wird; außerdem muss der Gläubige bereits einen Ruf der Heiligkeit innehaben, und tatsächlich die Selbsthingabe bis zum Tod freiwillig gewählt haben.

Die Kongregation für die Heiligsprechung habe die Innovation geprüft und ihr zugestimmt, meldete der Vatikan.

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