Pater Paul Aulagnier, Gründer des "Institut du Bon Pasteur", verstorben

Pater Paul Aulagnier
Foto: Institut du Bon Pasteur / Facebook

Im Alter von fast 78 Jahren ist Pater Paul Aulagnier am 6. Mai 2021 gestorben. Am 8. September 2006 gründete er in Bordeaux zusammen mit anderen Priestern das „Institut des Guten Hirten“ (Institut du Bon Pasteur – IBP), eine Gesellschaft des apostolischen Lebens und Priestervereinigung, die heute mit ihren etwa 50 Priestern und zahlreichen Seminaristen in vielen Ländern vertreten ist. Auch eine Schwesterngemeinschaft gehört zum Institut. 

Paul Aulagnier wurde am 25. Mai 1943 geboren. Nach Abschluss seines Jurastudiums an der Universität von Clermont-Ferrand im Jahr 1964 trat er in das französische theologische Seminar in Rom ein und studierte an der Gregoriana Philosophie und Theologie. Während des Zweiten Vatikanischen Konzils traf er Erzbischof Marcel Lefebvre und folgte ihm 1969 nach Freiburg, wo der Erzbischof - unter anderem durch Aulagniers Bitte motiviert - ein Seminar gründete, das die traditionelle Priesterausbildung weiterführen sollte.

Dieses Seminar wurde später nach Écône verlegt, wo er selbst 1971 von Erzbischof Marcel Lefebvre zum Priester geweiht und in die Diözese Clermont inkardiniert wurde. Sein theologisches Studium schloss er danach bei den Dominikanern in Freiburg ab. Aulagnier war unter anderem Vizedirektor und Dozent am Seminar in Écône. Von 1976 bis 1994 leitete er den französischen Distrikt der Bruderschaft. Ende der 1990er Jahre überwarf er sich mit der Piusbruderschaft. Obgleich er große Verdienste für sie erworben hatte, kam es zum Bruch. 

Paul Aulagnier, der selbst unbedingt den Bruch mit Rom, dem Haupt der Kirche, vermeiden und dennoch in Treue zur katholischen Tradition, insbesondere zur traditionellen Liturgie, bleiben wollte, gründete zusammen mit anderen ehemaligen Mitgliedern der Piusbruderschaft in Frankreich das neue, in voller Gemeinschaft mit dem Heiligen Stuhl stehende. „Institut du Bon Pasteur“.

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