Sühneschwestern von der Heiligen Familie: Neuer Frauenorden der Tradition in Südamerika

Aus Diana Maria Solis Carballo wird Sr. Maria Agnes von Jesus.
Foto: © Esclavas Reparadoras de la Sagrada Familia
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Das „Institut du Bon Pasteur“ – IBP - (Institut vom Guten Hirten) ist eine im Jahr 2006 gegründete katholische Gesellschaft des apostolischen Lebens. Sie ist päpstlichen Rechts und war zunächst nur in Frankreich vertreten. 

Die Hauptaufgabe des Instituts vom Guten Hirten besteht darin, den Schatz der katholischen Tradition in der Kirche wieder zum Leben zu erwecken. Die zukünftigen Priester des Instituts erhalten ihre theologische Ausbildung im „Saint-Vincent-de-Paul-Seminar“ in Courtalain (Diözese Chartres). Nach ihrer Priesterweihe zelebrieren sie gemäß ihren Statuten die heilige Messe als ihren Eigenritus und ausschließlich nach den liturgischen Büchern von 1962.

Der männliche Zweig des „Institut du Bon Pasteur“ ist heute in vielen Ländern vertreten, wie in Polen, in Uganda, oder auch in Brasilien und Kolumbien. Die Priester sind vor allem in der katholischen Bildungsarbeit und in der Jugendseelsorge tätig.

Der heutige Generalobere des „Institut du Bon Pasteur“ (IBP) Pater Luis Barrero, gründete aus einem Kreis von Frauen, die sich im Umfeld der Patres zusammengefunden hatten, mit Erlaubnis des Erzbischofs von Bogotá, ein Oratoriums für sie. Hieraus entstand eine zunächst aus drei Frauen bestehende weibliche Gemeinschaft. Im Jahr 2017 schlossen sie sich dem Institut du Bon Pasteur an. Sie begannen ihr Noviziat als „Esclavas Reparadoras de la Sagrada Familia“, als „Sühneschwestern von der Heiligen Familie“. Sie folgen einem gemischten Lebensstil, den schon der heilige Benedikt in seiner Regel auf die Kurzform „Ora et labora“ brachte. Die Schwestern beten täglich das göttliche Offizium und führen ein kontemplatives Leben. Dieses wird unterbrochen von apostolischen Aktivitäten, die sie in der Mädchenbildung und Frauenpastoral ausüben.

Am 25. März 2019 legten die ersten drei Novizinnen nach zweijährigem Noviziat ihr erstes Gelübde ab. Im vergangenen Jahr wurde eine weitere junge Frau als Postulantin aufgenommen, die am 19. März 2021, am Festtag des heiligen Josef, als Novizin eingekleidet wurde.

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