Post von Pater Anselm Grün aus Rom – 51 Jahre zu spät

Pater Anselm Grün erkannte seine Unterschrift: Die 51 Jahre alte Postkarte aus Rom
Foto: Abtei Münsterschwarzach

Die Katholische Kirche denkt bekanntlich in Jahrhunderten – die deutsche Post dagegen offenbar in halben. Wenn eine Postkarte nach 51 Jahren erst zugestellt wird, dann kann es passieren, dass die Mönche, die diese unterschrieben haben - zum Beispiel Pater Anselm Grün – gar nicht mehr wissen, was darauf stand. So jetzt passiert in der Abtei Münsterschwarzach, wie Pressesprecherin Julia Martin gegenüber CNA Deutsch bestätigte.

Eine am 20. April 1969 versendete Karte aus der Primitialabtei Sant'Anselmo in Rom erreichte das Kloster erst vor wenigen Tagen. Der Grund laut Post: unkorrekte Anschrift. 30 Jahre nach der Wiedervereinigung ist natürlich die alte Postleitzahl "West-8711" nicht mehr gültig.

Zum Glück konnte die korrekte Anschrift ermittelt und die verspäteten Grüße an das Noviziat noch überbracht werden. "Wobei die Novizen von damals mittlerweile auch etwas gealtert sein dürften", so Martin

In der Karte grüßen Münsterschwarzacher Mönche, darunter Patres Anselm Grün und Edgar Friedmann, die heute noch in der Abtei leben, und zu der Zeit in Sant'Anselmo waren. Die Karte ist unterschrieben von einer gewissen Hildegard, die vermutlich Beuroner Oblatin ist, da sie in der Karte vom Rom-Besuch der Beuroner Oblaten schreibt. Wer die Dame allerdings genau ist, wisse auch Pater Anselm nicht mehr. "Er erkennt aber seine Unterschrift und kann sich vage daran erinnern", so Martin gegenüber CNA Deutsch.

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