Erneut Priester in Kamerun getötet

Priester in Kamerun getötet
Foto: Pixabay
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Soldaten haben im bewaffneten Konflikt in Kamerun einen Priester getötet: Pater Cosmas Ombato Ondari starb am 21. November in Mamfe, einer Stadt im Südwesten des Landes.

Der Priester war Mitglied der Mill-Hill-Missionare und arbeitete seit März 2017 – dem Jahr seiner Priesterweihe – in Kamerun.

Pater Cosmas ist der zweite Priester, der in den letzten Monaten in Kamerun getötet wurde. Wie CNA Deutsch berichtete, wurde am 20. Juli Pater Alexander Sob Nougi in der Diözese Buea, ebenfalls im Südwesten des Landes, ermordet.

Im Oktober wurde zudem ein 19-jähriger Seminarist während der Auseinandersetzungen im Südwesten getötet.

Im Juni 2017 war Bischof Jean Marie Benoit Bala als vermisst gemeldet und dann tot im Fluss Sanaga aufgefunden worden. Die Mitglieder der Bischofskonferenz erklärten, der Bischof habe keinen Selbstmord begangen, sondern er sei "brutal ermordet worden."

Separatistischer Konflikt

Hintergrund der Gewalt im Land ist eine separatistische Bewegung: Teile der englischsprachigen Minderheiten im Land kämpfen für einen unabhängigen Staat. Es kommt es häufig zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Separatisten. Seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1960 beschuldigen die anglophonen Kameruner die frankophonen Behörden, sie auszugrenzen.

Die Kämpfe haben Hunderte von Todesopfern gefordert; etwa 300.000 Menschen sind nach Nigeria geflüchtet. Zudem gibt es in Kamerun rund 80.000 Binnenvertriebene.

Susanne Finner trug zur Berichterstattung bei. Foto von Pater Cosmas: Placide Elia, MHM/ Mill Hill Missionaries.

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