Puerto Rico: Bischöfe appellieren für politischen Neustart nach Gouverneurs-Rücktritt

Ricardo Rossello scheidet zum 2. August aus dem Amt
Foto: Staff Sgt Michelle Y. Alvarez-Rea, U.S. Air National Guard / Gemeinfrri
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Nach der Ankündigung des Rücktritts von Puerto Ricos Gouverneur Ricardo "Ricky" Roselló haben die Bischöfe des Landes zur Einheit aufgerufen, Ruhe angemahnt und für den demokratischen Wiederaufbau der karibischen Insel plädiert.

"In diesem für unser Volk wichtigen historischen Moment fordern wir katholischen Bischöfe von Puerto Rico alle Brüder des Landes auf, das demokratische Gleichgewicht und die Ruhe zu bewahren, die diese Zeit des Regierungswechsels verdient", so die von Bischof Rubén A. González Medina von Ponce unterzeichnete Stellungnahme.

Seit vielen Tagen wuchs der Druck in Puerto Rico, bis schließlich am vergangenen Montag Hunderttausende in der größten Protestbewegung der Geschichte des Landes den Rücktritt des 40 Jahre alten Ricky Rossello forderten.

Der Sprössling eines ehemaligen Gouverneurs des US-Territoriums scheiterte nicht nur an umstrittenen Aussagen in Kommunikationsprotokollen, die an die Öffentlichkeit geraten waren: Das Krisenmanagement seiner Regierung konnte weder der massiven Finanzkrise im Land Herr werden noch dem Grundübel der Korruption und Gewalt beikommen.

Nun sei die Gunst der Stunde zu nutzen, die Gesellschaft Puerto Ricos voranzubringen, so die Bischöfe.

"Lasst uns aus diesem Moment eine große Chance zur Einigung unseres Volkes machen und gemeinsam arbeiten – ohne Fahnen und Parteien – und gemeinsam nach wegen suchen, um die Finanzkrise zu überwinden, wie auch Korruption, Gewalt und andere Übel".

Rossello gab bekannt, sein Amt zum 2. August niederzulegen.

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