Venezuelas Bischöfe prangern Gewalt und Not an, appellieren mit Video für Frieden

Demonstranten auf den Straßen Venezuelas
Foto: Voluntad Popular via Facebook
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Angesichts der fortgesetzten schweren Krise in Venezuela haben sich die Bischöfe Venezuelas in einem dramatischen Video mit einem Appell für ein Ende der Gewalt und Not an die Öffentlichkeit gewandt.

Die Bischofskonferenz veröffentliche das Video, um der Welt zu zeigen, wie die Menschen in Venezuela leben, da derzeit keine Texte veröffentlicht werden können: Der Zugriff auf die eigene Website sei durch das Regime gesperrt worden. Das Video endet mit dem Aufruf der Bischöfe, nicht mit Gewalt auf die ständigen Provokationen der Regierung zu reagieren.

Der Film prangere nicht nur den Hunger, das Elend und die vielen Misstände unter dem sozialistischen Regime von Nicolas Maduro an, so das Video der Bischofskonferenz von Venezeula (CEV). Es gehe darum, Solidarität mit den Notleidenden zu zeigen und für Versöhnung und Frieden zu appellieren.

Das berichtet der Pressedienst der Päpstlichen Missionswerke.

"In der schwierigen Situation in denen sich unser Land befindet", so das Video in seiner Einleitung, "stehen die Bischöfe an der Seite der leidenden Menschen und erheben die Stimme, um die Ungerechtigkeiten anzuprangern, die Tag für Tag der ganzen Nation Schaden zufügen und um die Welle der Gewalt zu verurteilen, die unter der Bevölkerung ausgelöst wurde".

Die Bischöfe, heißt es weiter, versuchten mit Aktionen, Mitteilungen, Ermahnungen und Hirtenbriefen, die Gläubigen - und alle Männer und Frauen guten Willens - zu ermutigen, Hoffnung zu machen und gemeinsame Bemühungen um eine friedliche Lösung der Konflikte zu fördern.

Die Aufnahmen veranschaulichen eindrücklich eine traurige und harte Realität, berichtet "Fides": Menschen, die im Müll nach etwas zu essen suchen, Gewalt gegen junge Menschen, die auf der Straße protestieren, die Solidarität derer, die, ohne selbst etwas zu besitzen, mit Essenstafeln zusammenarbeiten, um Mahlzeiten und Lebensmittel zu verteilen oder ältere und verlassene Menschen pflegen.

Die dramatischen Bilder zeigen ganze Städte, in denen es keine Elektrizität gibt und Verkehr und Sicherheit lahm liegen. Es werden Menschen gezeigt, die mühsam Wasserkanister schleppen, damit sie etwas zu trinken haben oder Krankenhäuser ohne Strom, in denen man versucht, trotzdem Leben zu retten und gegen den Mangel an Ressourcen ankämpfen.

Einige Sekunden des Videos sind den Millionen venezolanische Auswanderer gewidmet.

Unterdessen hat der Ständige Rat der Organisation Amerikanischer Staaten (OSA) am 14. Mai ine Resolution zur  "Verletzung der parlamentarischen Immunität von Mitgliedern der Nationalversammlung von Venezuela" verabschiedet.

In diesem einvernehmlich gebilligten Dokument verurteilt die Organisation auch die Verhaftung des ersten Vizepräsidenten der Nationalversammlung, Edgar Zambrano, und fordert dessen "sofortige Freilassung". Schließlich fordert das Dokument "das Ende der Verfolgung und Misshandlung von Abgeordneten, die zu Unrecht vor Gericht gestellt wurden" und "Garantien für den Schutz der persönlichen Sicherheit und der ihrer Familien".

Das Video der Bischofskonferenz Venezuelas:

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