Waldbrände in Australien: Erzbischof ruft zu Gebet und Spenden auf

Brennende Wälder in Australien
Foto: Federherz / Shutterstock

Erzbischof Peter Comensoli von Melbourne hat die Katholiken zum Gebet und zur aktiven Hilfe angesichts der – trotz vereinzelter Regenfälle – andauernden Waldbrände in Australien aufgerufen.

Das berichtet die "Catholic News Agency" (CNA). 

"Am ersten Wochenende des Neuen Jahres sollten wir eigentlich eine fröhliche Zeit mit Familien, Freunden und im Urlaub verbringen", so Comensoli. 

"Stattdessen ist das Jahr 2020 bereits gezeichnet von Zerstörung, Verlust, Trennung und tiefer Trauer; und es sieht so aus, als würden noch mehr ins Haus stehen".

Von den Ski-Gebieten der Snowy Mountains von Neusüdwales bis zum Nationalpark von Kangaroo Island mit seiner einzigarten Tierwelt: Weite Teile im Südosten des Kontinents stehen in Flammen. 

Das bisherige Ausmaß der Zerstörung der Brandkatastrophe sprengt herkömmliche Vorstellungen: Hunderte Wildfeuer brennen auf dem Kontinent und haben bis dato bereits berichten zufolge eine Fläche von der Größe Irlands vernichtet. Die australischen Bush Fires sind weitaus größer als die jüngsten Brände in Kalifornien, Brasilien oder Sibirien.  

In den Bundesstaaten Neusüdwales (NSW), Victoria (VIC) und Südaustralien (SA) laufen aktuell mehrere Evakuierungen. Mehrere Staaten haben Notstand ausgerufen. Zahlreiche Städte, darunter die Millionenmetropole Melbourne sowie die Hauptstadt Canberra – waren von herabregnender Asche und Russ, schwerem Rauch und Smog betroffen. Die Regierung von Victoria stellt laut einem Bericht der "ABC" mehrere hunderttausend Atemmasken für Asthma-Kranke sowie Einsatzkräfte im Kampf gegen die Bush Fires.

Regierungschef Scott Morrison hat einen Soforthilfe-Fonds in Höhe von zwei Milliarden Dollar – rund 1,25 Milliarden Euro – eingerichtet. 

Professor Neville Nicholls von Monash University warnte am gestrigen Sonntag, dass die eigentliche Periode für Hitzewellen im südlichen Australien noch bevorstehe, und weitere Probleme verursachen könnte.

Lob der Freiwilligen und Einsatzkräfte

Erzbischof Comensoli würdigte den selbstlosen Einsatz tausender Freiwilliger, die im Kampf gegen die Brände helfen, die Bedürftigen unterstützen und anderweitig helfen, etwa bei der Rettung bedrohter Tiere. Er sagte auch, dass die Erzdiözese der Regierung Unterstützung angeboten habe: Katholische Einrichtungen wie Krankenhäuser, Schulen und "Vinnies", die wohltätige St. Vincent de Paul Society engagieren sich vor Ort um Menschen zu helfen.

Zudem sind Notfall-Seelsorger der Kirchen im Einsatz, die Menschen helfen, deren Häuser und Existenzen den Flammen zum Opfer gefallen sind.

Der Erzbischof erinnerte an die katastrophalen Brände am "Black Saturday" im Jahr 2009 – damals starben 174 Menschen – und ermutigte die Katholiken, dem St. Vincent de Paul Bushfire Appeal zu senden: Dieser versorgt betroffene Menschen mit Nahrungsmitteln, Kleidung und finanzieller Unterstützung.

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