Warum sich diese Weihe an St. Josef wie Lauffeuer verbreitet

St. Josef und sein Ziehsohn, Jesus Christus.
Foto: Pfarrer Donald Calloway

Über St. Josef, den Ziehvater des Erlösers, erzählt die Bibel wenig. Er wird auch sonst gerne übersehen. Dabei spielt der Ziehvater von Jesus Christus eine entscheidende Rolle in der heiligen Familie.

Mehr noch: Die heutige Welt braucht den Heiligen Josef mehr denn je – davon ist Pfarrer Donald Calloway überzeugt. Und offenbar hat der US-amerikanische Priester damit einen echten Nerv getroffen.

Wie er im Gespräch mit der "Catholic News Agency" (CNA) erklärt, sind viele Menschen so verwirrt worden, dass sie nicht mehr verstehen, was eine Ehe oder eine Familie ist. Nicht wenige werden von "all dem Gender-Ideologie-Kram heute" dermaßen konfus gemacht, so der Priester, "dass ihnen nicht mehr klar ist, was es bedeutet, ein Mann zu sein, was es bedeutet, eine Frau zu sein."

Die Gestalt und das Vorbild von St. Josef bietet genau gegen solche Verwirrung und Unklarheiten eine Lösung an, findet Pfarrer Calloway, der schon seit langer Zeit den heiligen Josef verehrt. Tatsächlich fragte er sich deshalb schon seit längerem auch, ob es nicht eine Weihe an den heiligen Zimmermann und Ziehvater gibt – so wie es ja auch die beliebte Weihe an Maria gibt, nach dem heiligen Ludwig Maria von Montfort.

Aber als Calloway im Vatikan und bei verschiedenen Orden nachfragte, stellte er fest, dass eine soche Weihe an den Heiligen Joseph in der Kirche noch nicht existierte.

"Man sagte mir: Nein, Padre, das ist eine großartige Idee. Aber von so einer Weihe haben wir noch nie gehört. Und da sagte ich mir, nun gut, dann werde ich es tun", so Calloway.

Drei Jahre lange forschte Calloway, arbeitete am Gebet und der Zusammenstellung einer Weihe an St. Josef, den irdischen Ehemann Marias und Pflegevater Jesu.

Auch die etwaige Sorge mancher Katholiken, eine solche Weihe würde die Beliebtheit der Weihe an die Muttergottes schmälern, wollte der Priester ausräumen.

"Das Wort (Weihe) bedeutet ja, etwas einem heiligen Zweck zuzuführen. Wir weihen zum Beispiel Altäre, weil wir sie für die Messe verwenden werden. Wir weihen Menschen in Religionsgemeinschaften, und so weiter".

Calloway fährt fort: "Wenn wir uns also Maria oder Josef weihen, vertrauen wir uns im Grunde genommen ihrer geistlichen Fürsorge an".

Die Weihe an den heiligen Josef hat auch einige Ähnlichkeiten mit der Marienweihe von St. Louis de Montfort: Sie geht über 33 Tage und besteht unter anderem aus täglichen Meditationen über das Leben und die Tugenden des heiligen Josef sowie besonderen Gebeten.

Wie die Marienweihe kann die Josefsweihe einzeln oder in einer kleinen Gruppe durchgeführt werden – und erfreut sich bereits großer Beliebtheit: John De Guzman, ein Seminarist der Diözese Raleigh (North Carolina), schilderte gegenüber CNA, wie er von der Weihe an den Heiligen Joseph in den Sozialen Medien erfuhr. Erst nahm er sich die Weihe vor, dann nahmen gleich mehrere Kommilitonen ebenfalls daran teil.

Übersetzt und redigiert aus dem Original der Catholic News Agency, der englischsprachigen CNA Deutsch-Schwesteragentur. 

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