Wer das Geld anbetet, der grenzt Menschen aus, warnt Papst Franziskus

Papst Franziskus
Foto: CNA / Lucia Ballester
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Eine Botschaft für den Kampf gegen die Korruption und die Geldgier: "Die Initiativen, die diese Organisation durchführt, wollen ein Ausdruck der Liebe Gottes und der mütterlichen Gegenwart der Kirche sein inmitten aller Menschen, besonders der Ärmsten unter den Armen." So schrieb der Papst in einer Botschaft an Kardinal Turkson, anlässlich des 25. Jahrestages der Gründung der Stiftung für Lateinamerika zu Populorum Progressio.

"Die Situation in Lateinamerika" – so Papst Franziskus – "erfordert einen größeren Einsatz, um die Lebensbedingungen aller zu verbessern, ohne jemanden auszuschließen. Man muss die Ungerechtigkeit und die Korruption bekämpfen, um das bestmögliche Ergebnis aus den aufgewendeten Bemühungen zu erhalten.

Trotz der Potenziale der lateinamerikanischen Länder, hat die wirtschaftliche und soziale Krise – noch verstärkt durch die Belastung der Auslandsverschuldung – die Bevölkerung getroffen und Armut, Arbeitslosigkeit und soziale Ungleichheit vermehrt, sowie gleichzeitig an der Ausbeutung und dem Missbrauch an unserer gemeinsamen Heimat mitgewirkt auf einem Niveau, das wir uns vorher nie vorstellen hätten kännen.

Wenn ein Wirtschaftssystem den Gott Geld ins Zentrum stellt, dann führt das zu einer Politik der Exklusion und es gibt keinen Platz mehr für Männer und Frauen. Der Mensch erschafft dann eine Kultur der Aussonderung, die Leid mit sich bringt und viele des Rechtes auf ein glückliches Leben beraubt, so der Papst.

Angesichts all dessen – erinnert Franziskus – "ist die Kirche berufen, dem Nächsten nahe zu sein und in ihm das Fleisch Christi zu berühren; das ist auch der Maßstab im Gericht Christi."

"Wir müssen", so schließt der Papst, "den Brüdern die Hand entgegenstrecken, damit sie aufstehen und zu einem würdevollen Leben zurückkehren. Nur auf diese Weise können sie Protagonisten der eigenen, ganzheitlichen menschlichen Entwicklung werden und die Würde der von Gott geliebten und gewollten Menschen zurückerlangen, um auch am wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt ihres Landes mitwirken zu können, mit all dem Reichtum den sie in ihren Herzen und in ihrer Kultur verwahren."

Diese menschliche Entwicklung wird eine Aufgabe aller sein, denn es wird das Ergebnis gemeinsamer Bemühungen sein, die – durch die Mittel, die auf so großzügige Weise von der kirchlichen Gemeinde bereitgestellt werden –  Ablehnung in echte Ressourcen verwandelt, nicht  nur für das Land selbst, sondern auch zum Wohl der gesamten Menschheit.

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