Zeugnisse der Wunder zur Seligsprechung von Kardinal Wyszynski und Mutter Czacka

Karolina Gawrych und Schwester Nulla, geheilt dank der nächsten Segenskarte. Wyszyński und Mutter Czacka,
Foto: Family News Service

"Im Gebet liegt Macht, Wunder geschehen, und Gläubige brauchen nicht viele Erklärungen": Das sagen Schwester Nulla und Karolina Gawrych, zwei Frauen, die durch die Fürsprache von Kardinal Stefan Wyszyński und Mutter Róża Czacka geheilt wurden.

Die beiden sprachen auf einer Konferenz am Donnerstag, dem 2. September, im Erzbischöflichen Palast in Warschau, wie die polnische Bischofskonferenz mitteilte.

Am Sonntag, den 12. September um 12 Uhr werden die der Kardinal und die Ordesnfrau seliggesprochen. Die Feier findet in Warschau im Heiligtum der Göttlichen Vorsehung statt.

Während des Treffens wurden die aus medizinischer Sicht unerklärlichen Ereignisse besprochen, die zum Abschluss der Seligsprechungsprozesse der Diener Gottes Kardinal Stefan Wyszyński und Mutter Elżbieta Roza Czacka führten.

Als Schwester Nulla 1986 in ihre Kongregation der Schwestern von den Jüngern des Kreuzes eintrat, wurde das Gebet für die Seligsprechung von Kardinal Wyszyński gerade eingeführt.

Im Februar 1988 musste sich Schwester Nulla wegen des diagnostizierten Schilddrüsenkrebses einer langwierigen Operation unterziehen. Bei der Operation in Stettin, wo die Ordensfrau zu dieser Zeit arbeitete, entfernten die Ärzte neoplastische Läsionen und metastatische Lymphknoten.

Leider entwickelte sich die Krankheit weiter, so dass 1989 das Onkologiezentrum in Gliwice mit der Behandlung der Nonne begann. Die Therapie blieb jedoch erfolglos, und es entwickelte sich ein fünf Zentimeter großer Tumor in ihrem Hals, der die Atmung stark behinderte. Das Problem war die Einnahme von Medikamenten und sogar das Schlafen.

"Der Arzt, der mir die Diagnose mitteilte, sagte mir, dass ich höchstens drei Monate zu leben hätte. Die Operation war möglich, aber mit einem hohen Risiko irreversibler Komplikationen verbunden", erinnert sich Schwester Nulla. Schließlich unterschrieb sie die Einwilligung zur Operation nicht, weil die Situation ihr Leben gefährdete.

Die Gründerin der neuen Kongregation, Schwester Helena Christiana Mickiewicz, mobilisierte ihre Schwestern und andere dazu, intensiv für die Heilung durch die Fürsprache der Dienerin der Gottesmutter zu beten. Stefan Wyszyński. Das Gebet wurde neunmal am Tag verrichtet und dauerte mehrere Wochen lang ununterbrochen an.

Die Nacht vom 14. auf den 15. März 1989 war für Schwester Nulla sehr schwierig, da sie stark blutete. Aber es war auch die Nacht des Wendepunkts, denn der Tumor begann sich zurückzubilden. Die Operation hat nicht stattgefunden. Am 21. März verließ Schwester Nulla das Krankenhaus. Sie absolvierte das erforderliche Noviziat, legte die Gelübde ab und arbeitet bis heute in der Kongregation.

"Die Ärzte sagten immer wieder, dass sie mich nur auf die Station aufnahmen, weil ich jung war, damit ich nicht psychisch zusammenbreche, denn was sie mir zur Heilung gaben, konnte mir nicht helfen. Ich erlebe, dass Wunder geschehen und die Gläubigen keine großen Erklärungen brauchen", erklärte Schwester Nulla.

Im November 2018 stufte der von der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse eingesetzte medizinische Rat dieses Ereignis als medizinisch unerklärlich ein. In der Folgezeit wurde sie durch die Fürsprache von Kardinal Wyszyński zur Grundlage des Dekrets über das Wunder.

Karolina Gawrych berichtete auch von ihrer Heilung durch die Fürsprache von Mutter Róża Elżbieta Czacka. Das Wunder steht im Zusammenhang mit einem schweren Unfall am 29. August 2010, als sie ein 7-jähriges Mädchen war. Der Balken, der die Schaukel hielt, brach und zerquetschte den Kopf des Mädchens. Die Kopfverletzungen waren so schwer, dass die Ärzte davon ausgingen, dass sie, wenn sie nicht stirbt, in einem vegetativen Zustand verbleiben oder schwerwiegende Schäden erleiden würde, einschließlich Seh- und Hörschäden.

Die gesamte Kongregation der Franziskanerinnen vom Dienst des Kreuzes betete für das Mädchen und bat Mutter Czacka um ihre Fürsprache. Am 13. September kam es zu einem Durchbruch, und das Mädchen begann schnell, alle Funktionen wieder aufzunehmen. Zwei Monate nach dem Unfall verließ sie das Krankenhaus auf eigenen Füßen.

Heute ist Karolina völlig gesund. Sie engagiert sich ehrenamtlich und wird ab Oktober ein Psychologiestudium an der Universität von Ermland und Masuren in Olsztyn aufnehmen. Sie kümmert sich auch um ihre jüngeren Geschwister. - Ich versuche, mit ihnen über das Geschehene zu sprechen und ihnen zu erklären, warum ich immer noch hier bin und ein normales Leben führe - damit sie die Macht des Gebets verstehen. Ich versuche, die Schwestern in Laski so oft wie möglich zu besuchen. Ich besuche das Grab von Mutter Czacka, danke ihr für ihre Fürsprache, gehe in der Natur spazieren, kann zur Ruhe kommen und über meine Projekte und Aktivitäten nachdenken - sagte Karolina.

Am 27. Oktober 2020 ermächtigte Papst Franziskus Kardinal Marcello Semeraro, Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, das Dekret über das der Fürsprache von Elżbieta Róża Czacka zugeschriebene Wunder zu verkünden. Das anerkannte Wunder ebnete den Weg für die Seligsprechung der Muttergottes.

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