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Kardinal Marx eröffnet Seligsprechungsverfahren für Jesuitenpater Alfred Delp

Künstlerische Darstellung des Jesuiten Alfred Delp

Kardinal Reinhard Marx wird am 2. Februar das Seligsprechungsverfahren für den Jesuitenpater Alfred Delp offiziell eröffnen. Delp war genau 81 Jahre zuvor, am 2. Februar 1945, durch das nationalsozialistische Regime ermordet worden.

Das Erzbistum München und Freising teilte am Mittwoch mit: „Im Rahmen des Gottesdienstes, der zum Fest der Darstellung des Herrn (Mariä Lichtmess) und am ‚Tag des Geweihten Lebens‘ stattfindet, wird der Erzbischof von München und Freising nach einer Ansprache durch Vizepostulator Pater Toni Witwer SJ das Seligsprechungsverfahren eröffnen und die Mitglieder des kirchlichen Gerichtshofs, der das Verfahren leiten wird, ernennen.“

Obwohl Delp in Berlin hingerichtet wurde, geht der Seligsprechungsprozess doch von München aus, wo der Jesuit jahrelang wirkte. Marx, der Erzbischof von München und Freising, sagte: „Wir beginnen sein Seligsprechungsverfahren in dem Bewusstsein, dass auch heute die Stimmen wieder lauter werden, die in der Unterdrückung anderer Menschen ein Zeichen von Stärke sehen.“

„Nicht Gewalt, Hass und Nationalismus machen eine Gesellschaft stark, sondern Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Freiheit“, betonte Marx.

Delp wurde 1907 geboren und trat nach dem Abitur an der Goetheschule in Dieburg bei den Jesuiten ein. 1937 empfing er die Priesterweihe. Ab 1939 wirkte er dann in München.

„Für die Nationalsozialisten war Alfred Delps christliche Überzeugung von der Freiheit und Würde aller Menschen eine solche Bedrohung, dass sie ihn gefangengenommen, gedemütigt und schließlich hingerichtet haben“, fasste Marx die Arbeit des Jesuiten zusammen.

Die Erzdiözese München und Freising verlautbarte: „Mit der Eröffnung des Seligsprechungsprozesses sind alle Gläubigen aufgerufen, dem kirchlichen Gerichtshof Informationen zukommen zu lassen, die für das Seligsprechungsverfahren nützlich sein könnten, beispielsweise zum Leben und Wirken von Alfred Delp oder zu Gebetserhörungen […].“

„Im Rahmen des Seligsprechungsverfahrens werden durch den bischöflichen Beauftragten und den Kirchenanwalt Zeugen befragt, die über die Persönlichkeit, die Biografie und das Wirken von Alfred Delp Auskunft geben können“, hieß es. „Bei Delp, der für seine religiös begründeten Überzeugungen von den Nationalsozialisten getötet und so zum Märtyrer wurde, liegt der Schwerpunkt auf seiner Verfolgung, Haft und Ermordung.“

„Bereits im Gang ist eine Erfassung und Auswertung der veröffentlichten wie auch unveröffentlichten Schriften Delps“, so das Erzbistum. „Die gesammelten Informationen sollen umfassend, ausgewogen und objektiv sein. Diese diözesane Phase des Verfahrens dauert voraussichtlich mehrere Jahre, im Anschluss beginnt die römische Phase unter der Regie des Generalpostulators beim vatikanischen Dikasterium für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse.“

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