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Papst Leo würdigt „wertvollen Dienst“ des Dikasteriums für die Glaubenslehre

Papst Leo XIV. mit den Mitgliedern des Dikasteriums für die Glaubenslehre

Papst Leo XIV. hat am Donnerstag die Teilnehmer der Vollversammlung des Dikasteriums für die Glaubenslehre empfangen. In seiner Ansprache erinnerte er sie daran, wie dringend es sei, klare Orientierungshilfen angesichts neuer Herausforderungen zu geben, insbesondere in einem Kontext, der durch den Glaubensverlust vor allem unter jungen Menschen gekennzeichnet ist.

In seiner Ansprache an die Mitglieder dieses Dikasteriums – eines der ältesten und bedeutendsten des Heiligen Stuhls – würdigte der Papst den „wertvollen Dienst, den sie leisten“, der auf die Förderung und Bewahrung der Integrität der katholischen Lehre in Glaubens- und Moralfragen ausgerichtet ist.

Die ihnen anvertraute Aufgabe, betonte der Pontifex, bestehe darin, „Erläuterungen zur Lehre der Kirche zu geben“, und zwar durch pastorale und theologische Leitlinien, die dabei helfen, oft komplexe und besonders heikle Fragen anzugehen.

Bedeutendste Dokumente

In diesem Zusammenhang verwies der Papst auf einige der seiner Meinung nach bedeutendsten Dokumente, die in den letzten Jahren veröffentlicht wurden. Darunter erwähnte er die Note Gestis verbisque über die Gültigkeit der Sakramente, die Erklärung Dignitas infinita über die Menschenwürde, die Normen für das Vorgehen bei der Unterscheidung vermeintlich übernatürlicher Phänomene, die Note Antiqua et nova über die Herausforderungen der künstlichen Intelligenz, die Note Mater populi fidelis über einige Marientitel im Zusammenhang mit der Mitwirkung Mariens am Heilswerk, sowie die Note Una caro, die den Wert der Ehe als ausschließliche Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau unterstreicht und eine Verteidigung der Monogamie darstellt.

Unter den zitierten Texten bezog sich Papst Leo XIV. nicht auf die Erklärung Fiducia supplicans, die während des Pontifikats von Papst Franziskus über die pastorale Bedeutung von Segnungen veröffentlicht wurde, einschließlich solcher für Paare in irregulären Situationen und homosexuelle Verbindungen.

Dieses Dokument hatte eine breite Kontroverse ausgelöst und warf für viele Gläubige und Seelsorger mehr Fragen auf, als es Klarheit hinsichtlich der Lehre der Kirche über die menschliche Sexualität, die Moral und das Sakrament der Ehe schaffte.

Orientierung angesichts aktueller Herausforderungen

Nach Ansicht des Papstes ermöglicht die Arbeit des Glaubens-Dikasteriums geistliches Wachstum in einer „Zeitenwende“ und bietet den Gläubigen „ein klares und deutliches Wort der Kirche, insbesondere in Bezug auf die vielen neuen Phänomene, die sich auf der Bühne der Geschichte abzeichnen“.

„Außerdem bietet sie den Bischöfen wertvolle Orientierungshilfen für die Ausübung ihrer pastoralen Tätigkeit sowie den Theologen für ihren Dienst des Studiums und der Evangelisierung“, fügte er hinzu.

Papst Leo richtete seine Aufmerksamkeit auf die Plenarsitzung, die derzeit stattfindet und sich mit der Weitergabe des Glaubens befasst, einem Thema, das er als „äußerst dringlich“ erachtet.

Mit Blick auf die heutige Gesellschaft bedauerte der Papst die Zunahme derjenigen, die „das Evangelium nicht als grundlegende Ressource für ihre eigene Existenz wahrnehmen“, insbesondere viele junge Menschen, die „ohne jeglichen Bezug zu Gott und zur Kirche“ leben.

Dieses Szenario bereitet laut Papst Leo XIV. den Gläubigen „Schmerz“. Sie müssten die Freude am Evangelisieren wiederentdecken, „vor allem durch die Macht der Anziehungskraft“, sagte der Papst in Anspielung auf die wiederholten Aufrufe seiner Vorgänger Benedikt XVI. und Franziskus.

„Die Kirche verkündet Christus ohne Profilierungssucht und ohne Partikularinteressen, und in ihr ist und muss sich jeder immer und ausschließlich als einfacher und demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn verstehen“, betonte er.

Der Pontifex wollte seine Ansprache nicht beenden, ohne an die Aufgabe des Dikasteriums für die Glaubenslehre zu erinnern, „die Bischöfe und Generaloberen, die mit Fällen von Straftaten befasst sind, die dem Dikasterium vorbehalten sind, mit Wohlwollen und Unterscheidungsvermögen aufzunehmen und zu begleiten“.

„Es handelt sich um einen sehr heiklen Bereich des Dienstes, in dem es von grundlegender Bedeutung ist, dafür zu sorgen, dass die Anforderungen der Gerechtigkeit, der Wahrheit und der Nächstenliebe stets gewahrt und respektiert werden“, erklärte er.

(Die Geschichte geht unten weiter)

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Abschließend bekräftigte Leo seinen Dank gegenüber den Mitgliedern des Dikasteriums, insbesondere für ihren „wertvollen Beitrag zum Leben und Wirken des Dikasteriums und der gesamten Kirche, vor allem wenn dieser Beitrag in bescheidener und unaufdringlicher Weise geleistet wird“.

Übersetzt und redigiert aus dem Original von ACI Prensa, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.

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