Warum muss ich mich in der Heiligen Messe bei der Wandlung hinknien?

Eucharistiefeier
Foto: Flickr / Pater Lawrence OP (CC BY-NC-ND 2.0)
24 February, 2020 / 11:35 AM

Die Wandlung ist das Herz der Heiligen Messe. Während der Eucharistie folgen wir mit Aufmerksamkeit den verschiedenen Momenten der Zelebration. Jede Haltung unseres Körpers soll der besondere Würde dessen, was geschieht, entsprechen.

Wir stehen auf, setzen uns, geben uns den Friedensgruß.

Aber warum sollten wir im Moment der Wandlung knien? Und gibt es da Ausnahmen?

Jede Körperhaltung hat eine Bedeutung

Die Kirche lehrt, dass jede Handlung während der Messfeier einen Grund und eine Bedeutung hat.

"Eine einheitliche Körperhaltung aller Versammelten ist ein Zeichen der Einheit der zur heiligen Liturgie versammelten Glieder der christlichen Gemeinschaft, denn sie bringt die geistige Haltung und Einstellung der Teilnehmenden zum Ausdruck und fördert sie." (Allgemeine Einführung in das Römische Messbuch, Nr. 42)

Die erste Intention beim Knien während der Wandlung ist, Demut zu zeigen. Es heißt, zu erkennen, dass wir als einfache Geschöpfe vor dem Schöpfer stehen, dass wir vor Gott klein sind.

Die zweite Absicht ist ebenfalls sehr wichtig. In diesem Moment knien wir, weil dies einen Akt des Glaubens impliziert: Wir glauben, dass Christus wirklich gegenwärtig wird.

In der Wandlung werden Brot und Wein zum Leib und Blut Jesu. Um das Opfer Jesu am Kreuz zu verehren, nehmen wir eine Körperhaltung ein, die Ehrfurcht und Anbetung ausdrückt.

Was ist, wenn ich nicht kann?

Die Regel ist, zu knien, aber gibt es Ausnahmen?

Im Römischen Messbuch weist die Kirche darauf hin, dass die einzigen Gründe dafür, während der Wandlung nicht zu knien, gesundheitliche Beeinträchtigung, beengte Platzverhältnisse, eine große Teilnehmerzahl oder andere vernünftige Gründe sind (Nr. 43).

Wer aber zur Konsekration nicht knien kann, soll eine tiefe Verneigung machen.

Denken wir auch daran, wie Jesus auf dem Kreuzweg gelitten hat, wenn wir uns im Augenblick der Wandlung hinknien. So zu verweilen, auch wenn es unbequem ist, ist eine Art, uns mit seinem Schmerz zu vereinen.

Veröffentlicht exklusiv für CNA Deutsch mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung von www.ChurchPOP.com. Wiederverwertung nur nach schriftlicher Genehmigung vorab. 

Das könnte Sie auch interessieren:

;

;

Hinweis: Meinungsbeiträge wie dieser spiegeln die Ansichten der jeweiligen Autoren wider, nicht unbedingt die der Redaktion von CNA Deutsch.