Unbekannter köpft Jesuskind-Figur und beschädigt Marienstatue in Saarbrücker Basilika


atreyu / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 Deed)

Am Montag hat ein unbekannter Täter in der Saarbrücker Basilika St. Johann die Figur eines Jesuskindes enthauptet und einer Marienstatue die rechte Hand abgehackt.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Tat nachmittags zwischen 13 und 15 Uhr: „Durch einen unbekannten Täter oder eine unbekannte Täterin wurden u. a. zwei große Kerzen zerstört. Darüber hinaus wurden der abgebrochene Kopf einer Statue des Jesuskindes und eine beschädigte Hand bei einer Marienstatue vorgefunden. Am Altar waren Beschädigungen durch eine ausgedrückte Zigarette festzustellen.”

Die Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt hat Ermittlungen wegen des Verdachts der gemeinschädlichen Sachbeschädigung aufgenommen.

„Ich habe während des Gottesdienstes von dem Anschlag erfahren. Es ist schrecklich, dass Menschen so etwas tun können“, äußerte sich Bernhard Leonardy, der Kantor der Basilika, über die Tat.

Weiter führt er aus: „Das Enthaupten des Jesuskindes und das Abschneiden der Hände der Marienstatue – ich glaube nicht, dass das ein Zufall ist. Das hat etwas Symbolisches.“ Die Diözese Trier untersucht derzeit, ob und zu welchem Zeitpunkt die Statue restauriert werden kann. Die genaue Höhe des entstandenen Schadens ist jedoch noch unbestimmt.

Leonardy hofft, dass die 1758 geweihte Basilika täglich geöffnet bleiben kann: „Wir müssen schauen, dass die Offenheit, die wir gepflegt haben, in der Kirche und bei allen Konzerten, dass sie uns erhalten bleibt.“ Laut Informationen der Saarbrücker Zeitung zieht das Bistum die Einrichtung einer Videoüberwachung in Betracht.