Katholische Aktivisten starten Petition gegen HPV-Impfung in Nigeria

Impfung (Symbolbild)
Mufid Majnun / Unsplash

Der afrikanische Zweig der internationalen katholischen Bewegung CitizenGo hat die nigerianische Regierung aufgefordert, die laufende Impfkampagne gegen das Humane Papillomavirus (HPV) in Nigeria wegen Sicherheitsbedenken auszusetzen.

Das Land in Westafrika hatte die HPV-Impfkampagne, die sich an Mädchen im Alter von neun bis 14 Jahren richtet, am 24. Oktober gestartet.

In einer am Mittwoch gestarteten Petition bitten die Aktivisten um Unterschriften, die den nigerianischen Staatsminister für Gesundheit und soziale Wohlfahrt, Tunji Alausa, von der Fortsetzung der Kampagne abhalten sollen.

Nach Ansicht der Aktivisten hat der HPV-Impfstoff potenzielle Nebenwirkungen wie Unfruchtbarkeit. Sie behaupten, dem Impfstoff mangele es an Transparenz. Die Initiatoren hätten die Einwilligung der Eltern nicht eingeholt.

„Die Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit dem HPV-Impfstoff sind vielschichtig und zutiefst beunruhigend. Im besten Fall sind die Auswirkungen der HPV-Impfstoffe noch unklar, im schlimmsten Fall sind sie zutiefst beunruhigend. Zu den möglichen Folgen gehört auch Unfruchtbarkeit, die als mögliches Resultat angeführt wurde. Diese Bedenken erfordern eine strenge Prüfung und Transparenz“, so die Verfasser der Petition.

Es sollen zwar Mädchen im Alter von neun bis 14 Jahren geimpft, die Eltern aber vom Entscheidungsprozess ausgeschlossen werden.

„Die elterliche Zustimmung ist nicht nur wichtig, sie ist eine wesentliche Säule der ethischen Gesundheitsversorgung. Darauf zu verzichten ist von Natur aus unfair und ungerecht“, so die Aktivisten. Das Fehlen der elterlichen Zustimmung bei der Verabreichung der Spritze gehe „über bloße gesundheitliche Bedenken hinaus; es ist eine Frage der grundlegenden Menschenrechte“.

Die Aktivisten appellieren an die Gläubigen, ihre Unterschrift unter die Petition zu setzen: „Die Macht des Volkes ist eine starke Kraft für Veränderungen.“

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„Gemeinsam können wir die Ungerechtigkeit einer Kampagne aufdecken, die Teenager einer Zwangsimpfung mit einem Impfstoff von fragwürdiger Sicherheit unterwerfen könnte“, so die Verfasser der Petition. „Unsere heutigen Taten können die rechtmäßige Autorität der Eltern bei Entscheidungen über die Gesundheit ihrer Kinder wiederherstellen.“

Im Oktober hatten die Bischöfe in Nigeria die Regierung davor gewarnt, die Ängste und Zweifel, welche die Menschen bezüglich des Impfstoffs äußern, zu ignorieren.

Mitglieder der nigerianischen Bischofskonferenz betonten, die Regierung müsse sicherstellen, dass der Impfstoff „sorgfältig geprüft“ werde.

Übersetzt und redigiert aus dem Original von ACI Africa, der für Afrika zuständigen englischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.