Kirchliche Liebfrauenschule in Bonn soll durch städtisches Gymnasium übernommen werden

Kölner Dom
Leo Foureaux / Unsplash

Die von der Erzdiözese Köln getragene Liebfrauenschule in Bonn soll durch ein dortiges städtisches Gymnasium übernommen werden. Man habe sich nach „sehr konstruktiven und zielführenden Verhandlungen“ nun „über alle Details des Nutzungsvertrags“ geeinigt und diesen unterzeichnet, teilte das Erzbistum am Donnerstag mit.

„Ab dem nächsten Schuljahr wird die Liebfrauenschule keine neuen Eingangsklassen mehr bilden, die dadurch frei werdenden Flächen werden aufwachsend an die Stadt Bonn übergeben“, so das Erzbistum. „Durch diese langsam aufsteigende Mitnutzung durch das Clara-Schumann-Gymnasium wird auch in den kommenden Jahren ein gleichmäßig belebter Schulstandort sichergestellt. Damit verfolgt das Erzbistum als Schulträger das klare Ziel, den Schulbetrieb an der Erzbischöflichen Liebfrauenschule bis 2032 aufrechtzuerhalten.“

Für das Clara-Schumann-Gymnasium sagte Schulleiter Manfred Theis: „Mit dem Nutzungsvertrag ist es uns als Clara-Schumann-Gymnasium nunmehr möglich, in den kommenden Jahren jeweils weitere Eingangsklassen anzubieten, womit die wegfallenden Schulplätze der Liebfrauenschule am gleichen Standort erhalten bleiben.“

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Das Erzbistum betonte, man wolle „am Standort der Liebfrauenschule auch nach Abgabe der Trägerschaft schulpastorale Angebote“ aufrechterhalten: „Diese sollen allen Schülerinnen und Schülern auf freiwilliger Basis als Schnittstelle für Glaubensfragen und Sinnsuche zur Verfügung stehen.“

Der vor wenigen Tagen überraschend verstorbene Bonner Stadtdechant Wolfgang Picken hatte im März 2023 nach der ersten Ankündigung der Schulschließung erklärt: „Es ist zutiefst traurig, dass es zur Schließung der Liebfrauenschule kommt. Mit dieser Schule, mitten in Bonn, sind eine lange Tradition und lebendige Geschichte verbunden. Viele, die zur Schulgemeinde gehören, identifizieren sich intensiv mit ihr.“