„Ein Ruhepol“: DBK-Chef Bätzing gratuliert Bundespräsident Steinmeier zum 70. Geburtstag

Bischof Georg Bätzing
Deutsche Bischofskonferenz / Marko Orlovic

Bischof Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Montag zum 70. Geburtstag gratuliert und ihn als „Ruhepol“ gewürdigt.

„In teilweise aufgeregten und nervösen Zeiten, gerade im politischen und gesellschaftlichen Kontext, sind Sie mit Ihren klaren Positionen, mutigen Visionen und differenzierten Analysen ein Ruhepol, auf den man gerne und mit hoher Anerkennung schaut“, formulierte der Bischof von Limburg in seinem Glückwunschschreiben.

Dann wurde Bätzing noch deutlicher: „Sie, Herr Bundespräsident, tun der Bundesrepublik Deutschland und ihren Bürgerinnen und Bürgern gut. Ihr Wort wird geschätzt – national und international. Ihre besonnene Art und Ihre Ermutigung – gerade in Ihrer Weihnachtsansprache im vergangenen Jahr –, die Hoffnung nicht zu verlieren, sind starke Zeugnisse, die wir brauchen.“

„In einer Zeit, in der dumpfe Parolen auf den Straßen die Demokratiefähigkeit unseres Landes hart auf die Probe stellen, ist Ihre Stimme unverzichtbar“, betonte der DBK-Vorsitzende. „Dafür möchte ich Ihnen anlässlich Ihres Geburtstags ebenso Dank sagen, wie für Ihre stete und äußerst wohlwollende Begleitung der Arbeit der katholischen Kirche.“

Die Kirche sei ein Partner des Staates, unterstrich Bätzing, „dem ebenso am gesellschaftlichen Zusammenhalt gelegen ist, wie im Kampf gegen jede Form des Antisemitismus. Wir erleben doch nahezu täglich, wie notwendig der Dialog der Religionen in unserem Land ist. Ein solcher Dialog kann und muss sich positiv auf das Verständnis untereinander in der Gesellschaft auswirken.“

Steinmeier wurde am 5. Januar 70 Jahre alt. Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft, 1991 erfolgte im erstgenannten Fach die Promotion. Seine politische Laufbahn begann gleich darauf in Niedersachsen unter dem damaligen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder (SPD), der von 1998 bis 2005 Bundeskanzler war. Tatsächlich war Steinmeier unter Schröder auch Chef des Bundeskanzleramtes.

Unter Angela Merkel (CDU) war er ab 2005 Außenminister, dann – nachdem er 2009 für die SPD als Kanzlerkandidat antrat, verlor und vier Jahre lang Oppositionsführer wurde – ab 2013 erneut in diesem Posten. Seit 2017 ist Steinmeier Bundespräsident. Seine zweite fünfjährige Amtszeit läuft noch bis 2027.

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