Bonifatiuswerk fördert Diaspora-Projekte in diesem Jahr mit 11 Millionen Euro

Sitz des Bonifatiuswerks in Paderborn
Patrick Kleibold / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Das Bonifatiuswerk fördert in diesem Jahr zahlreiche Projekte in verschiedenen Regionen der europäischen Diaspora mit etwa elf Millionen Euro. Das kirchliche Hilfswerk unterstützt seit Mitte des 19. Jahrhunderts die Kirche in Gegenden, in denen nur wenige Katholiken leben – konkret im Norden und Osten Deutschlands, in Nordeuropa und im Baltikum.

Der Generalsekretär des Bonifatiuswerks, Msgr. Georg Austen, betonte angesichts der Gesamtsumme, mit der in diesem Jahr geholfen werden kann: „In unsicheren Zeiten sind verlässliche Hilfe und bewährte Formen in der Zusammenarbeit wichtiger denn je. Das Bonifatiuswerk sieht sich in der Verantwortung, gerade den Menschen in der Diaspora eine Beheimatung, Orientierung und Hoffnung zu schenken.“

Ein besonders großer Posten in der Jahresplanung ist wie gewöhnlich die Bauhilfe. Mit 2,3 Millionen Euro unterstützt das Hilfswerk „Gemeinden und kirchliche Einrichtungen in der Diaspora, die den Neubau oder die Instandhaltung von Gebäuden nicht komplett aus eigener Kraft stemmen können“, hieß es.

Die Pfarrei Heilige Familie auf den Lofoten sei ein Projekt, das man fördere: „Die katholische Kirche ist das älteste Gebäude auf der norwegischen Inselgruppe. Für ihren Erhalt sowie für die Renovierung des Gemeindeshauses werden jeweils 25.000 Euro an die Pfarrei überwiesen.“

Für die Kinder- und Jugendhilfe stehen 2026 insgesamt 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. Der größte Teil davon „geht in der Förderung der Religiösen Kinderwochen (RKW) und der Unterstützung katholischer Kindertageseinrichtungen in Nord- und Ostdeutschland auf“, erklärte das Bonifatiuswerk. Dabei „kommen Jahr für Jahr bundesweit mehrere Tausend Kinder und Jugendliche zusammen, um sich der Kirche und den Inhalten des christlichen Glaubens zu nähern und eine lebendige Glaubensgemeinschaft zu erleben“.

Das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe steuert zur Unterstützung von Priestern und hauptamtlichen Diakonen ganze 5,4 Millionen Euro bei. Finanziert wird dies durch die Abgabe von einem Prozent des Gehalts der in Deutschland wirkenden Priester. Während in Deutschland die Priester gut bezahlt werden, ist dies in Diaspora-Regionen kaum möglich. Die Unterstützung durch das Diaspora-Kommissariat und das Bonifatiuswerk schafft hier Abhilfe.

Einer breiteren Öffentlichkeit sind aufgrund ihrer Sichtbarkeit die gelben BONI-Busse bekannt. Derzeit sind etwa 600 Fahrzeuge im Einsatz, um kirchliches Leben dort zu erleichtern, „wo große Entfernungen Gemeinschaft erschweren – sei es auf dem Weg zum Gottesdienst, zum Religionsunterricht oder zu Angeboten für Seniorinnen und Senioren“. Insgesamt 600.000 Euro sollen in die Anschaffung neuer Busse gesteckt werden.

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