Kurzschluss in Klimaanlage: Brand in einstiger päpstlicher Sommerresidenz Castel Gandolfo

Ehemalige Papstresidenz in Castel Gandolfo
LPLT / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0 Deed)

In der einstigen päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo oberhalb des Albaner Sees ist es in den vergangenen Tagen zu einem Brand gekommen, wie Vatikansprecher Matteo Bruni am Donnerstag bestätigte. Ein Zimmer sei vollständig zerstört worden.

„Vor einigen Tagen haben die Flammen, die in der völligen Stille des Vatikans ausbrachen, eines der Zimmer im zweiten Stockwerk schwer beschädigt, in dem in der Vergangenheit Päpste von Paul VI. über Wojtyła bis Ratzinger lebten und lange Urlaube verbrachten“, berichtete die Zeitung „Il Messaggero“ am Donnerstag.

Brandursache sei wohl ein Kurzschluss in der Klimaanlage gewesen, erklärte Bruni. Allerdings sei dies noch nicht abschließend geklärt. Auch über das genaue Ausmaß des Schadens ist noch nichts bekannt.

Nach Informationen von „Il Messaggero“ wurde das vom Feuer betroffene Zimmer „in einem verheerenden Zustand vorgefunden: Alle Decken waren in schwarzen Rauch gehüllt, die Gemälde zerstört, der alte Wandteppich pulverisiert, und überall lag Asche. Tatsächlich scheint es sich um eine regelrechte Katastrophe zu handeln, wenn man eine Gesamtbewertung der Güter vornimmt, die nun einer sorgfältigen Restaurierung bedürfen.“

Die Residenz in Castel Gandolfo wurde seit Jahrhunderten von den Päpsten benutzt, besonders um im Sommer der römischen Hitze zu entkommen. Papst Franziskus brach mit dieser Tradition und machte die Papstwohnung von Castel Gandolfo im Jahr 2016 zu einem Museum. Anfang 2023 sorgte der Papst dafür, dass die einstige Residenz auch als Zentrum für ökologische und ganzheitliche Bildung dient.