Neuer Abt für Prämonstratenser von Kloster Windberg in Niederbayern

Kloster Windberg
Wolfgang Sauber / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 Deed)

Die Prämonstratenser von Kloster Windberg in Niederbayern haben einen neuen Abt gewählt. Von nun an ist Petrus-Adrian Lerchenmüller OPraem für die Geschicke der Gemeinschaft verantwortlich.

„Unser neuer Prälat wurde 1977 in Lindenberg (Allgäu) geboren, trat 2000 bei uns ein, legte 2002 die Profess ab und wurde 2006 zum Priester geweiht“, teilte das Kloster Windberg am Sonntag mit. „In seiner Pfarreiengemeinschaft Steingaden-Prem (Bistum Augsburg) ist er als engagierter, motivierender und volksnaher Seelsorger hoch geschätzt. Wir freuen uns sehr auf die kommenden 10 Jahre mit einem spirituellen, vielseitig begabten und optimistischen Abt!“

„Gleichzeitig danken wir dem bisherigen Prälaten Abt Hermann Josef Kugler für allen Einsatz für unsere Mitbrüder in den Klöstern Windberg, Roggenburg und Speinshart“, hieß es weiter. „Er hat mit Herzblut für unsere Gemeinschaft gearbeitet und als Abt, Novizenmeister und Pfarrer von Windberg segensreich nach innen und außen gewirkt […]. Er bleibt Administrator von Speinshart und wird auf unbestimmte Zeit dorthin ziehen.“

Der Augsburger Bischof Bertram Meier gratulierte dem neuen Abt unmittelbar nach der Wahl: „Möge Dich das Vertrauen Deiner Mitbrüder beflügeln und Dir eine aufbauende und konsolidierende Amtszeit beschieden sein, ganz im Sinne des Rates des heiligen Paulus: ‚Prüfet alles, das Gute behaltet!‘“

Meier sagte, er erinnere sich sehr gerne „an unsere Begegnungen in Steingaden, letztes Jahr beim 875-jährigen Kloster- und Ortsjubiläum, und erst vor einigen Monaten, als wir 40 Jahre UNESCO-Welterbe in der Wieskirche feierten. Gerade in einer solchen Umbruchszeit, wie wir sie gegenwärtig erleben, braucht es die Konstanz des Glaubens und die Präsenz von Menschen, die Gott ihr Leben geweiht haben. Deshalb bin ich für Euer Wirken als Prämonstratenser im Bistum Augsburg sehr, sehr dankbar.“

Von den 29 Windberger Prämonstratensern leben 14 in Windberg selbst, zehn im Kloster Roggenburg und fünf in der Abtei Speinshart. Das Kloster Windberg geht zurück auf das 12. Jahrhundert und bestand bis zur Säkularisation im Jahr 1803. Mehr als hundert Jahre später wurde das Kloster 1923 durch Prämonstratenser wiederbesiedelt.