Weihbischof Wörner kritisiert bei MEHR-Konferenz die BR-Doku „Die hippen Missionare“

Weihbischof Florian Wörner
Screenshot von YouTube

Bei der MEHR-Konferenz 2026 hat der Augsburger Weihbischof Florian Wörner scharfe Kritik an der vom Bayerischen Rundfunk gesendeten Dokumentation „Die hippen Missionare“ geäußert. Er stellte die journalistische Neutralität infrage und rief zu mehr Respekt im gesellschaftlichen Miteinander auf.

Für Wörner persönlich ist die MEHR-Konferenz ein ermutigender Beginn des neuen Jahres gewesen. Einen besseren könne es „nicht geben als mit so vielen Menschen, die interessiert sind für den Glauben, für Christus, die begeistert den Herrn preisen und sich interessieren für sein Wort und auch die Messe mitfeiern“, betonte er im Gespräch mit Radio Horeb.

Angesprochen auf kritische Berichterstattung im Vorfeld der Konferenz, verwies der Weihbischof auf historische Erfahrungen: „Wo viel Gutes geschieht, da gibt’s auch Widerstand, das zeigt die 2000-jährige Geschichte der Kirche.“ Dass das, „was wir hier tun, Gott die Ehre geben, ihn mit Leidenschaft verkünden, sich für ihn interessieren, ihn zu lobpreisen“, nicht jedem gefalle, könne er nachvollziehen.

Zugleich übte Wörner deutliche Kritik an öffentlich-rechtlichen Medien: „Wenn es Öffentlich-Rechtliche machen, dann muss man sich fragen, ob da die Neutralität immer so gewahrt ist.“ Er fügte hinzu: „Ich glaube, der Respekt voreinander, der tut unserer Gesellschaft, die so unter den Zentrifugalkräften leidet, ganz gut, und da sollen die Öffentlich-Rechtlichen auch einen Beitrag dazu leisten.“

Hintergrund der Aussagen ist eine Dokumentation des Bayerischen Rundfunks mit dem Titel „Die hippen Missionare – Mit Jesus gegen die Freiheit?“, in der katholische Missionare, das Gebetshaus Augsburg, Johannes Hartl und die MEHR-Konferenz kritisch dargestellt wurden.

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Hartl selbst erklärte gegenüber CNA Deutsch, die Dokumentation habe seine Erwartungen bestätigt, „ein weitgehend vorher feststehendes Framing sollte auf Biegen und Brechen durchgesetzt werden“.

Wörner betonte im Gespräch mit Radio Horeb zudem den ökumenischen Charakter der MEHR-Konferenz. Er erlebe das Miteinander als „sehr wertschätzend, interessiert für das, was der jeweils andere anders hat, offen“ – eine Ökumene, die „ganz im Sinne des Herrn“ sei.

Die Konferenz ordnete er als legitimen Ort kirchlichen Lebens ein: „Ich erlebe das hier als große Veranstaltung der Stärkung der Motivation für den Dienst eines jeden Einzelnen.“

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Als bayerischer Jugendbischof wies Wörner den Vorwurf zurück, es handle sich lediglich um ein emotionales Festival. Die Kirche arbeite „seit 2000 Jahren genauso“: Emotionen würden angesprochen, aber nicht sich selbst überlassen, sondern „ins Nachdenken geführt“.

Das Wort Gottes stehe im Mittelpunkt und spreche „Verstand, Wollen und Gemüt“ an. Persönlicher Höhepunkt der Konferenz war für ihn „natürlich die Feier der Heiligen Messe, Quelle und Höhepunkt alles unseres Tuns“.