Appell für Frieden und gegen Wettrüstung: Papst Franziskus in Hiroshima und Nagasaki

Papst Franziskus in Nagasaki am 24. November 2019
Vatican Media

Papst Franziskus hat sich auf seiner Japanreise für atomare Abrüstung ausgesprochen und betont, dass sich die katholische Kirche für einen Frieden ohne Wettrüstung einsetze.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Papst vor einem Atomkrieg warnte.

Am Mahnmal des Friedens in Nagasaki sagte der Pontifex am 24. November, dass Massenvernichtungswaffen keinen Frieden bringen.

 "Der Frieden und die internationale Stabilität sind unvereinbar mit jedwedem Versuch, sie auf der Angst gegenseitiger Zerstörung oder auf der Bedrohung einer gänzlichen Auslöschung aufzubauen."

Franziskus zündete eine Kerze an betete – wie schon Papst Johannes Paul II. im Jahr 1981 – ein Gebet für den Frieden an dem Ort, wo 1945 während des Zweiten Weltkriegs eine Atombombe abgeworfen wurde – und heute eine Gedenkstätte steht. 

Nur wenige Schritte weiter stehen die Überreste einer katholischen Kirche: Als die Atombombe auf Nagasaki fiel, feierten Katholiken in der Urakami-Kathedrale der Stadt gerade die heilige Messe. Der Sprengsatz explodierte etwa 500 Meter von ihnen entfernt. Die Beter wurden sofort getötet – so wie mindestens 40.000 weitere Menschen – und die Kathedrale Unserer Lieben Frau von der Unbefleckten Empfängnis völlig zerstört. Nur wenige Sakramentalien und andere Gegenstände überlebten.

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Papst Franziskus sagte am heutigen Sonntag, er bitte die politischen Verantwortungsträger, "Instrumente" zu schaffen, die Vertrauen und "gegenseitige Entwicklung" sicherstellen, so Franziskus. Dadurch werde eine "Dynamik des Misstrauens" durchbrochen.

"Ich bitte euch, dass wir uns jeden Tag im Gebet verbinden für die Bekehrung der Gewissen und für den Triumph einer Kultur des Lebens, der Versöhnung und der Brüderlichkeit; einer Brüderlichkeit, welche die Unterschiede bei der Suche nach einer gemeinsamen Bestimmung anzuerkennen und zu gewährleisten weiß."

An dieser "ergreifenden Gedenkstätte, die uns nicht gleichgültig lassen kann", sei es noch bedeutsamer, Gott zu vertrauen, und dafür zu beten, dass Er alle lehre, wirksame Werkzeuge des Friedens zu sein und die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.

Der Papst schloss mit den Worten: "Mögt ihr, mögen eure Familien und die ganze Nation den reichen Segen von Wohlstand und sozialer Harmonie erfahren!"

Nach seinem Besuch in Nagasaki fliegt Papst Franziskus auch nach Hiroshima, dem anderen Ziel einer Atombombe im Zweiten Weltkrieg: Am heutigen Sonntagabend deutscher Zeit nimmt der Reisende aus Rom dort an einem Friedenstreffen teil.

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Letzte Station des Japanbesuchs wird Tokio sein. Dort trifft sich Papst Franziskus am Montag auch mit Ministerpräsident Shinzo Abe und besucht Kaiser Naruhito – sowie seinen Ordensbrüdern, den Jesuiten.

Am Dienstag, 26. November wird Papst Franziskus wieder in Rom erwartet.

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