101. Katholikentag in Münster beendet

ZdK-Präsident: Frauen kommen nicht ausreichend zur Geltung

Zum Abschluss des 101. Katholikentages hatten sich 30.000 Menschen zur Heiligen Messe versammelt.
Foto: www.katholikentag.de / Benedikt Plesker
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Am heutigen Sonntag ist der 101. Katholikentag in Münster zu Ende gegangen. Unter dem Leitwort "Suche Frieden" hatten seit Mittwoch insgesamt etwa 70.000 Gäste an dem Treffen teilgenommen. Nach Angaben des Veranstalters beläuft sich die Anzahl im Einzelnen auf mehr als 50.000 Dauergäste und weitere 25.000 Tagesgäste.

An der festlichen Abschlussmesse nahmen 30.000 Menschen teil. Kardinal Reinhard Marx rief die Christen in seiner Predigt dazu auf, in die Welt hinauszugehen und Zeugen für Jesus Christus zu sein. Der diesjährige Katholikentag sei kein Ausdruck für "Wohlfühlkatholizismus" gewesen, so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. Weiter versicherte der Kardinal, dass man nicht nachlassen werde in der Ökumene. Bei allem Ringen, auch unter den Bischöfen, gehe es darum zu zeigen, "dass wir eins sind".

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, forderte die Kirche dazu auf, den Frieden im Großen und im Kleinen zu suchen. Der Papst habe den Wunsch gemeinsam an einer synodalen Kirche zu bauen. Trotz allem gäbe es noch viel zu tun, da Frauen in der Kirche immer noch nicht ausreichend zur Geltung kämen. Auch wiederholte Sternberg seine Meinung zum aktuellen Streit um die Interkommunion bei konfessionsverschiedenen Ehepaaren:

"Im Anliegen, die christlichen Familien auch offiziell in der Eucharistiegemeinschaft zu verbinden, sehen wir uns in Übereinstimmung mit der übergroßen Mehrheit der Priester und Bischöfe in Deutschland."

Der Katholikentag in Münster hatte in den vergangenen Tagen von Mittwoch bis Sonntag immer wieder für Gesprächsstoff gesorgt. Unter anderem wurden vor allem die Frage nach der Zulassung evangelischer Ehepartner zur Kommunion diskutiert wie auch der Auftritt eines AfD-Politikers.

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