Argentinische Diözese bezeichnet Trauungszeremonie als "nicht genehmigt"

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Die kirchliche Trauungs-Zeremonie zwischen einer transsexuellen Frau und ihrem Mann sorgte landesweit für Aufsehen, nun hat das Bistum reagiert: Nach Angaben der argentinischen Diözese Río Gallegos war eine am 6. Februar gefeierte Zeremonie am 6. Februar nicht genehmigt. 

Das Bistum teilte laut einem Bericht der "Catholic News Agency" am 8. Februar mit, dass die Zemeronie in der Pfarrei Nuestra Señora de la Merced abgehalten wurde. Mehrere örtliche Medien hatten den Fall vorher berichtet.

Die Pfarrei in Ushuaia – der südlichsten Stadt Argentiniens – wird von Salesianern geleitet. Laut einer Meldung der argentinischen Nachrichtenagentur Télam baten Victoria Castro, eine 46-jährige transsexuelle Frau, und Pablo López Silva, 54, Pater Colman, darum, eine Zeremonie in der Gemeinde abzuhalten, um ihr Ehegelübde gemäß der katholischen Kirche zu spechen.

Castro und López Silva wurden 2011 als homosexuelles Paar standesamtlich getraut, aber Castro entschied sich für eine Geschlechtsumwandlung und identifiziert sich mittlerweile als Frau.

Kurz nachdem die Geschichte von vielen argentinischen Medien aufgegriffen wurde, sagte Bischof Jorge Ignacio García Cuerva von Río Gallegos, dass "die Feier nicht von dieser Diözese genehmigt wurde."

"Während wir ausnahmslos alle Menschen in ihrem legitimen Wunsch begleiten, den Segen Gottes zu empfangen, stellen wir klar, dass es in diesem Fall kein Sakrament der Ehe gibt, wie es von der Kirche geglaubt und unterstützt wird."

In der Erklärung des Bischofs heißt es weiter, dass "der betreffende Priester bereits ordnungsgemäß verwarnt wurde." Als Hirte sprecher er "dem ganzen Volk Gottes, das in Santa Cruz und Feuerland wohnt", seine Nähe aus. Er rief zum Gebet für alle Menschen auf. Es gehe darum, Menschen in Nächstenliebe zu begleiten "und gleichzeitig die Lehre Jesu, des Herrn, zu bewahren".

Wie Victoria Castro gegenüber Télam erklärte, umfasste die Zeremonie biblische Lesungen, eine Predigt, das Ehegelübde und die heilige Kommunion für das Paar und mehrere Gäste. "Unsere Zeremonie wurde nicht in kirchlichen Dokumenten festgehalten, weil das Kirchenrecht dies verhindert".

Castro sagte auch, dass "transsexuell zu sein weder bedeutet, den Glauben zu verlieren, noch aufzuhören, ein Kind Gottes zu sein. Die Zeremonie war ein sehr bedeutender Moment für das LGBTQ-Kollektiv, weil die Kirche ein Ort ist, der uns verleugnet hat, wie so viele andere Dinge auch."

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