Basilika des heiligen Benedikt in Nursia: Glocken unter vier Metern Schutt gefunden

Ein Zeichen der Hoffnung und des Neuanfangs für die vom Erdbeben 2016 schwer getroffene Bevölkerung

Die wiedergefundenen Glocken
Foto: AGCULT

Unter vier Metern Schutt und Trümmern hat man die Glocken der Basilika des heiligen Benedikt von Nursia gefunden. Sie waren intakt. Dieses Wunder bewegte Umbrien in den letzten Stunden. Das Erdbeben hatte die Glocken unter den Trümmern zerstreut. Nun wurden sie wiedergefunden und in Sicherheit gebracht, berichtet ACI Stampa, die italienische Schwesteragentur von CNA Deutsch.

Der Fund gilt als Zeichen der Hoffnung und des Neuanfangs für die Bevölkerung, die vom Erdbeben im Jahre 2016 stark betroffen war.

Er wurde von der Aufsichtsbehörde für Kunst und Kultur Umbriens vermeledet. Die Glocken waren unter vier Metern Schutt auf Höhe der Apsis entdeckt worden.

"Vier Glocken aus den Trümmern wieder ans Licht zu bringen, das war sehr emotional und entlohnt – symbolisch gesehen – für die vielen Mühen" so die Architektin Vanessa Squadroni, die die Arbeiten in der Basilika leitet.

Diese waren aufgrund der Auflagen der Regierung zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus unterbrochen worden. Im Juni wurden die Arbeiten auf der Baustelle der Benediktsbasilika in Norcia dann wieder aufgenommen. Das erste große Geschenk für die dort lebende Gemeinschaft war die Entdeckung der Glocken.

"Wir werden versuchen, so schnell wie möglich voranzukommen" erklärte die Leiterin der Aufsichtsbehörde Rosaria Mencarelli. "Die Gemeinschaft von Nursia und die ganze Stadt brauchen bedeutsame Zeichen der Neubelebung und dass wir so schnell wie möglich zur Phase der Planung des Wiederaufbaus der Basilika des heiligen Benedikt übergehen."

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