Beichte bei Piusbruderschaft weiterhin gültig: Papst Franziskus

Papst Franziskus hört die Beichte.
Foto: L'Osservatore Romano

Papst Franziskus hat seine Geste des Entgegenkommens gegenüber der Priesterbruderschaft St. Pius X (FSSPX) während des Jahres der Barmherzigkeit bis auf weiteres verlängert.

Allen Gläubigen ist es somit weiterhin gestattet, bei Priestern der Bruderschaft zur Beichte zu gehen — so Franziskus im heute vorgelegten Schreiben Misericordia et Misera:

Im Jubiläumsjahr hatte ich den Gläubigen, die aus verschiedenen Gründen die von den Priestern der Bruderschaft St. Pius X. betreuten Kirchen besuchen, gewährt, gültig und erlaubt die sakramentale Lossprechung ihrer Sünden zu empfangen. Für das pastorale Wohl dieser Gläubigen und im Vertrauen auf den guten Willen ihrer Priester, dass mit der Hilfe Gottes die volle Gemeinschaft in der Katholischen Kirche wiedererlangt werden kann, setze ich aus eigenem Entschluss fest, diese Vollmacht über den Zeitraum des Jubeljahres hinaus auszudehnen, bis diesbezüglich neue Verfügungen ergehen. So möge keinem das sakramentale Zeichen der Versöhnung durch die Vergebung der Kirche je fehlen.

Das vollständige Schreiben lesen Sie hier.

Anfang September 2015 hatte Franziskus betont: "Ich vertraue darauf, dass in naher Zukunft Lösungen gefunden werden können, um die volle Einheit mit den Priestern und Oberen der Bruderschaft wiederzugewinnen."

Der Papst setzt damit auch die Bemühungen seines Vorgängers, Papst Benedikt XVI., fort. Dieser hatte 2009 erwirkt, dass die Exkommunikation der vier Bischöfe aufgehoben wurde, die vom Gründer der Bruderschaft, Erzbischof Marcel Lefebvre, 1988 geweiht worden waren, darunter Bernard Fellay.   

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