Benedikt XVI.: Die Einheit der Kirche ist stärker als interne Konflikte

Papst Franziskus begrüßt Papst emeritus Benedikt XVI. am 21. Dezember 2018.
Foto: Vatican Media
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Papst emeritus Benedikt XVI. hat in einem am heutigen Freitag veröffentlichten Artikel gesagt, die Einheit der Kirche habe sich immer gegen interne Kämpfe bewährt.

Benedikt bekräftigt zudem, dass es derzeit nur einen Papst gebe.

"Es gibt nur einen Papst und der heißt Franziskus", so der emeritierte Papst Benedikt XVI. in einem Interview mit einem Magazin der Zeitung "Corriere Della Sera".

"Die Einheit der Kirche ist seit Jahrhunderten in Gefahr", sagte Benedikt. "Das war sie in ihrer ganzen Geschichte. Durch Kriege, interne Konflikte, Zentrifugalkräfte, Drohungen von Schismen."

"Am Ende hat sich immer das Bewusstsein durchgesetzt, dass die Kirche vereint ist und bleiben muss. Ihre Einheit war schon immer stärker als innere Kämpfe und Kriege", so der Papa emeritus.

Der italienische Journalist Massimo Franco interviewte Benedikt XVI. zum Fronleichnamsfest am 23. Juni in den Vatikanischen Gärten.

In seinem Artikel behauptet Franco, "wenn einmal die Geschichte dieser geheimen Jahre" des emeritierten Papstes geschrieben werde, könne man nicht mehr die "Kardinäle und Bischöfe ignorieren, die an seine Tür gekommen sind, auf der Suche nach Beruhigung, und um ihre Kritik und Ratlosigkeit über das gegenwärtige Pontifikat zum Ausdruck zu bringen".

Doch die Bedenken, die der italienische Journalist anmeldete, wurden quittiert mit Antworten, welche die Bedeutung der Einheit der Kirche betonten. So sehr, dass der Journalist letztlich konstatierte, "Benedikts Besessenheit mit der Einheit der Kirche... ist aktueller denn je".

Im Februar 2013 schockierte Benedikt die Welt mit seinem in lateinischer Sprache angekündigten Rücktritt. Benedikt XVI. war der erste römische Papst, der seit fast 600 Jahren sein Amt niederlegte. Seit der Wahl von Papst Franziskus lebt der bayerische Pontifex emeritus ein sehr zurückgezogenens Leben des Gebets. Er tauscht sich gelegentlich mit seinem Nachfolger aus.

"Italien war schon immer ein schönes Land, aber ein bisschen chaotisch", sagte Benedikt leise und langsam, laut Franco, der feststellte, dass der 92-jährige ehemalige Papst "eine beneidenswerte Geschwindigkeit des Denkens" zeige.

Am 29. Juni jährt sich die 68. Weihe des damaligen Joseph Ratzinger zum Priester.

Der emeritierte Papst plane, den Sommer friedlich zu verbringen, mit dem üblichen Besuch seines Bruders Georg und wenigen privaten Treffen mit Gästen zum Frühstück oder Mittagessen, so ACI Stampa, die italienischsprachige Schwesteragentur von CNA Deutsch.

Übersetzt und redigiert aus dem englischen Original.

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