Bischof Bätzing: "Synodaler Weg" in Deutschland "ergänzt" die Weltbischofssynode

Bischof Georg Bätzing (Limburg) ist seit 2020 Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz (DBK).
Foto: Rudolf Gehrig / CNA Deutsch

Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing von Limburg, hat die Ankündigung einer weltweiten Synode über Synodalität am heutigen Freitag durch den Vatikan in einer ersten Stellungnahme begrüßt. Der "Synodale Weg" in Deutschland werde die Weltbischofssynode ergänzen, so Bätzing.

"Der heute in Rom angekündigte Prozess einer Weltbischofssynode wird in Deutschland durch den bereits eingeschlagenen Synodalen Weg ergänzt. In die aktive Beteiligung in der Vorbereitung und Durchführung der römischen Bischofssynode werden wir auch unsere Erfahrungen des Synodalen Weges mit einbringen. Dabei handelt es sich um zwei verschiedene Wege, die ein gemeinsames Ziel haben: die Frohe Botschaft des Evangeliums heute unter den ‚Zeichen der Zeit‘ sichtbar und lebbar zu machen."

Die Ankündigung des mehrjährigen Prozesses einer weltweiten Bischofssynode sei "ein starkes Zeichen für die Mitwirkung des ganzen Gottesvolkes an der Entwicklung der Weltkirche", erklärte der Bischof in einer Pressemitteilung am Freitag weiter.

Papst Franziskus habe seine Vorstellungen von einer synodalen Kirche grundlegend im Jahr 2015 dargestellt. "Diese erfahren heute eine sichtbare Konkretion, die vor allem von weltweiter Partizipation geprägt ist. Wie nie zuvor wird das Volk Gottes in die Vorbereitung und den Weg der Weltbischofssynode einbezogen. Diese neue Form von Synodalität wird, so hoffe ich, einen starken Impuls und dynamische Kräfte freisetzen, um dem Thema der Synode, ‚Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Partizipation und Mission‘, gerecht zu werden", so der Limburger Bischof weiter.

Die ausdrückliche Aufforderung aus Rom an die Bischöfe, in der ersten Phase das ganze Volk Gottes zu konsultieren, zeige, was Papst Franziskus unter Synodalität verstehe: "Es geht ihm um die communio (Gemeinschaft) der Kirche, die auf einem gemeinsamen Weg ist. Ich begrüße diese Form von Synodalität und das zugrunde liegende Kirchenverständnis ausdrücklich. Es ist eine Chance für die gesamte Weltkirche, dass die Gläubigen auf den verschiedenen Ebenen des kirchlichen Lebens überall eingeladen sind, sich anhand von gemeinsamen Vorbereitungsdokumenten und Fragebögen an diesem Weg zu beteiligen". 

Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz werde sich im Juni 2021 mit den verschiedenen Etappen der Bischofssynode befassen. "Sobald die Vorbereitungsdokumente vorliegen, werden sie in der Deutschen Bischofskonferenz thematisiert und die weiteren konkreten Schritte erörtert", kündigte Bätzing an. 

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