Bundespräsident Steinmeier: Bedürfnis nach Glauben kann in der Krise wachsen

Der SPD-Politiker Frank-Walter Steinmeier auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2014
Foto: Kleinschmidt / MSC (CC BY-SA 3.0)

Der aktuelle deutsche Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier, sagt, in der Coronavirus-Pandemie könnte ein Bedürfnis nach "Glauben und übergeordneten Antworten" möglicherweise wachsen. Die Erfahrungen der Covid-19-Zeit könnten durchaus "die Offenheit für die Christliche Botschaft oder Religion vergrößern", so der SPD-Poltiker im Interview mit der "Herder Korrespondenz".

Derzeit – glaubt der 65-jährige Protestant – erlebten viele Menschen ein "Ausgeliefertsein" oder fühlten sich  elementar auf andere angewiesen, sie würden merken, wie labil das individuelle Glück sein könne. "Was daraus entsteht, kann ich nicht vorhersagen", so Steinmeier, mit der Verkündigung der christlichen Botschaft verbinde er aber "viel Hoffnung".

 

Im April plant der Mann, der als Politiker für zahlreiche Fehlentscheidungen in seiner Karriere als Volksvertreter bekannt geworden ist, eine "zentrale Gedenkveranstaltung" für an Covid-19 verstorbene Menschen. Die Staatsspitze erkenne damit die verstörenden Folgen der Pandemie und das Leid der Menschen an, meint Steinmeier. "Für eine Gedenkfeier wünsche ich mir, dass wir als Gesellschaft innehalten und gemeinsam der Menschen gedenken, die gestorben sind", fordert der ehemalige Außenminister.

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