Coronavirus: Kardinal fordert von Chinas Regierung "Entschuldigung und Entschädigung"

Der Präsident der Volksrepublik China, Xi Jinping, beim G20-Gipfel in Hangzhou, China.
Foto: Gil Corzo/Shutterstock

Die armen Länder leiden unter dem Coronavirus aufgrund der Nachlässigkeit und Repression der chinesischen Kommunistischen Parteisagte ein Kardinal aus Burma am Donnerstag.

Das berichtet die "Catholic News Agency" (CNA).

"Das chinesische Regime unter der Führung des allmächtigen Xi Jinping und der KP (Kommunistischen Partei) - nicht sein Volk - schuldet uns allen eine Entschuldigung und Entschädigung für die Zerstörung, die es verursacht hat", schrieb Kardinal Charles Maung Bo, Erzbischof von Rangoon, in einem am heutigen 2. April von UCA News veröffentlichten Kommentar.

Kardinal Bo, der an der Spitze der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen steht, prangerte am heutigen Donnerstag das chinesische Regime an, weil es Informationen über das Coronavirus zurückgehalten und Ärzte und Journalisten bestraft habe, die versucht hätten, die Welt vor der potentiellen Gefahr des Virus zu warnen.

"China als Land ist eine große und alte Zivilisation, die im Laufe der Geschichte so viel zur Welt beigetragen hat, aber dieses Regime ist durch seine kriminelle Nachlässigkeit und Repression für die Pandemie verantwortlich, die heute durch unsere Straßen fegt", so Kardinal Bo.

"Lassen Sie mich eines klarstellen - es ist die KPCh (Kommunistische Partei von China), die verantwortlich ist, nicht das Volk von China, und niemand sollte auf diese Krise mit Rassenhass gegen die Chinesen reagieren. In der Tat war das chinesische Volk das erste Opfer dieses Virus und ist seit langem das Hauptopfer dieses repressiven Regimes. Es verdient unser Mitgefühl, unsere Solidarität und unsere Unterstützung. Aber es sind die Unterdrückung, die Lügen und die Korruption der KP, die dafür verantwortlich sind", sagte er.

Der Kardinal nannte mehrere Beispiele für Informanten, die durch die Zensur-Politik der Kommunisten zum Schweigen gebracht worden sei.

"Ärzte, die versuchten, Alarm auszulösen - wie Dr. Li Wenliang im Zentralkrankenhaus von Wuhan, der am 30. Dezember eine Warnung an seine Kollegen aussprach - wurden von der Polizei angewiesen, 'keine falschen Kommentare mehr zu machen'. Dr. Li, ein 34-jähriger Augenarzt, wurde der "Verbreitung von Gerüchten" beschuldigt und von der Polizei gezwungen, ein Geständnis zu unterschreiben. Er starb später, nachdem er sich mit einem Coronavirus infiziert hatte", schrieb Bo weiter.

Die chinesische Regierung ist in die Kritik geraten, weil sie der internationalen Gemeinschaft Informationen über das Coronavirus vorenthalten haben soll. Am 1. April berichtete "Bloomberg", dass der US-Geheimdienst Beweise dafür habe, dass China die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle und Todesfälle niedriger angebe, als diese tatsächlich aufgetreten seien.

Der Kardinal sagte, dass Chinas Unterschlagung von Informationen gegenüber seinen eigenen Bürgern wie der Weltgemeinschaft zur weltweiten Verbreitung des Coronavirus beigetragen habe – mit katastrophalen Folgen für die Armen, insbesondere in den südostasiatischen Nachbarländern Chinas, darunter seine burmesische Heimat.

"Die Gesundheitssysteme in den fortschrittlichsten Ländern der Welt sind überfordert, stellen Sie sich also die Gefahren in einem armen und konfliktgeplagten Land wie Burma vor", sagte Bo.

Vertreter der Vereinten Nationen haben ebenfalls erklärt, dass ein Ausbruch in den Flüchtlingslagern der Welt unmittelbar bevorstehe.

COVID-19, das erstmals im Dezember 2019 in der chinesischen Provinz Hubei dokumentiert wurde, hat sich inzwischen auf 203 Länder weltweit ausgebreitet. Bis zum 2. April wurden mehr als 2.000 Fälle auf den Philippinen, in Indien, Malaysia, Pakistan und anderen Entwicklungsländern dokumentiert.

Der burmesische Kardinal räumte ein, dass viele Regierungen in verschiedenen Teilen der Welt dafür kritisiert wurden, dass sie sich nicht ausreichend vorbereitet haben, nachdem der Coronavirus in Wuhan erstmals aufgetreten war. China trage jedoch die Hauptverantwortung, so Bo – nicht zuletzt weil offenbar die offiziellen Statistiken des chinesischen Regimes das Ausmass der Infektion innerhalb Chinas heruntergespielt und anschliessend die kommunistischen Machthaber durch Propaganda sogar andere Länder beschuldigten, die Pandemie verursacht zu haben.

"Lügen und Propaganda haben Millionen von Menschenleben auf der ganzen Welt in Gefahr gebracht", sagte er.

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