Das Gebet des Papstes vor den Reliquien der Heiligen in der Kathedrale von Lima

Papst Franziskus beim Gebet vor den Reliquien der Heiligen Perus.
Foto: YouTube (Screenshot)
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Peru ist ein Land reich und gesegnet an Heiligen, wie Papst Franziskus im Rahmen seiner dreitägigen Reise mehrfach gewürdigt hat. Am heutigen letzten Tag stattete er ihren Reliquien in der Kathedrale von Lima, die Johannes dem Evangelisten zugeeignet ist, einen Besuch ab.

Das Gotteshaus befindet sich im historischen Zentrum der Hauptstadt, und geht zurück auf das Jahr 1535. Damals legte der Eroberer Francisco Pizarro den Grundstein für die Mutterkirche der Stadt.

Der Innenraum besteht aus drei Schiffen mit Seitenkapellen: Die Altäre stammen aus dem neunzehnten Jahrhundert und sind im neoklassischen Stil gehalten und ersetzen das frühere Barock. Unter den ältesten Altären im Inneren kann man den in der Kapelle Nuestra Señora de la Evagelización erkennen, der das Gotteshaus vor der Erhebung zur Kathedrale geweiht war: Hier steht die alte Holzstatue der Muttergottes der Evangelisierung, ein Geschenk von Kaiser Karl V. Die Jungfrau hält die Rose von Gold, das 1988 von Johannes Paul II. bei seinem zweiten Besuch im Land geehrt wurde.

Der Papst, begleitet vom Kardinal-Erzbischof von Lima, Juan Luis Cipriani Thorne, wurde vom Metropolitankapitel begrüßt, mit dem er sich dem Altar näherte. In der Kathedrale waren circa 2.500 Menschen zugegen, darunter Priester, Ordensleute, Seminaristen, Mitglieder der kirchlichen Bewegungen.

Das Gebet des Papstes:

Gott, unser Vater,
Du hast durch Jesus Christus
die Kirche auf dem Fundament der Apostel
errichtet, damit sie,
vom Heiligen Geist geleitet,
in der Welt Zeichen und Werkzeug
Deiner erbarmenden Liebe sei.
Wir sagen Dir Dank für die Gaben,
die Du unserer Kirche in Lima
geschenkt hast.
Wir danken Dir vor allem
für die Blüte der Heiligkeit in unserem Land.
Befruchtet vom Apostolat
des heiligen Turibio von Mongrovejo,
veredelt vom Gebet und der bußfertigen Liebe
der heiligen Rosa von Lima
und des heiligen Martin von Porres,
geziert durch den missionarischen Eifer
des heiligen Francisco Solano
und den demütigen Dienst des heiligen Juan Macías,
gesegnet durch das zeugnishafte christliche Leben
weiterer Brüder und Schwestern,
die an das Evangelium glauben,
dankt Dir die Kirche dieser Erzdiözese
für Dein Wirken in unserer Geschichte
und erfleht Deinen Beistand,
um dem empfangenen Erbe treu zu bleiben.
Hilf uns, als Kirche im Aufbruch
allen Menschen nahe zu sein,
besonders den Benachteiligten.
Lehre uns, missionarische Jünger
Jesu Christi, des Herrn der Wunder, zu sein,
die Liebe zu leben, nach der Einheit zu streben
und die Barmherzigkeit zu üben,
auf dass wir, unter dem Schutz und der Fürsprache
Unserer Lieben Frau von der Evangelisierung,
die Freude des Evangeliums
leben und der Welt verkünden. Amen.

Veronica Giacometti trug zur Berichterstattung bei.

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